Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Kirchner-Verein präsentiert „Manifest des Daseins“
Lokales Ostholstein Kirchner-Verein präsentiert „Manifest des Daseins“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:44 13.06.2019
Das polnische Künstler-Ehepaar Joanna Skurska und Leszek Skurski. Vom 18. Juni an bis zum 31. Juli werden sie ihre Werke unter dem Titel „Manifest des Daseins – Ein Dialog“ zeigen. Quelle: HFR
Fehmarn

Der Ernst-Ludwig-Kirchner-Verein auf Fehmarn präsentiert in seiner Sommerausstellung das polnische Künstler-Ehepaar Joanna Skurska und Leszek Skurski. Vom 18. Juni an bis 31. Juli werden unter dem Titel „Manifest des Daseins – Ein Dialog“ die gänzlich unterschiedlichen Stile der beiden Danziger, die in Fulda ihr Atelier haben und arbeiten, vorgestellt.

Die Ausstellung wird an zwei Stationen gezeigt: im Senator-Thomsen-Haus und in der Nikolaikirche in Burg auf Fehmarn. „Auf den ersten Blick haben die beiden Künstler nicht viel gemeinsam. Aber auf den zweiten Blick erschließt sich eine nachhaltige Stille“, versucht Kunsthistorikerin Dr. Imke Ehlers vom Kirchner-Verein ihre Eindrücke zu beschreiben. Sie hatte die Künstler im Herbst 2018 in Hamburg kennengelernt, sie in ihr Atelier nach Fulda begleitet und letztlich für eine Ausstellung auf Fehmarn begeistern können.

Unterschiedliche Sicht eines Paares

Die Gemälde von Leszek Skurski werden von der Farbe Weiß dominiert. Er nutzt Ebenen von Weiß, die in Schlieren, Höhen und Tiefen einen Raum definieren, aus dem skizziert Figuren auftauchen. Die Personen auf den Bildern erscheinen wie zufällig in den Bildern, immer kurz vor dem Verschwinden. „Der Maler friert Alltagsszenen zu Schnappschüssen ein. Skurski spielt mit Nähe und Ferne, mit der Grenze zwischen Erzählen und Inszenieren“, erklärt Ehlers.

„Mad Men“ von Leszek Skurski. Der Künstler spielt in seinen Werken mit Nähe und Ferne. Quelle: HFR

Das Künstler-Ehepaar

Joanna Skurska, 1972 in Danzig geboren, studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Danzig. 1999 schloss sie die Akademie mit dem Diplom ab und siedelte nach Fulda über, wo sie bis heute lebt und arbeitet.

Leszek Skurski, 1973 in Danzig geboren, studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste, Danzig. 1995 erhielt er den Art price of the Culture and Art Ministry Poland und schloss sein Studium 1999 als Meisterschüler von Prof. Włodzimierz Łajming mit dem Diplom ab.

Ganz anders arbeitet dagegen Joanna Skurska. Sie konzentriert sich auf den Menschen, die Frau: Aus Kupferdraht formt sie grazil geflochtene Bustiers und Abendroben. In der Nikolaikirche treten die Skulpturen in einen Dialog mit den christlichen Figuren. Ihre Holztableaus im Senator-Thomsen-Haus ergänzen das „Manifest des Daseins“ aus der Perspektive der Natur. Die Künstlerin bearbeitet Holzplatten und folgt der Maserung in Öl, um sie hervorzuheben und weiter zu gestalten.

Joanna Skurska konzentriert sich auf den Menschen, die Frau: Aus Kupferdraht formt sie grazil geflochtene Bustiers und Abendroben. Quelle: HFR

Ausstellungsorte und Öffnungszeiten

Das Künstlerehepaar stellt inzwischen national und international aus. Ihr „Manifest des Daseins – Ein Dialog zwischen Joanna Skurska und Leszek Skurski“ ist im Senator-Thomsen-Haus (Breite Straße 28, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr) und in der Nikolaikirche (Breite Straße 47, Öffnungszeiten Montag bis Sonnabend von 10 bis 16 Uhr) in Burg auf Fehmarn zu sehen. Die Vernissage ist bereits am Sonntag, 16. Juni, um 11.30 Uhr im Senator-Thomsen-Haus.

Louis Gäbler

Ob verbotener Weise auf dem Fußweg unterwegs oder mit dem Handy am Ohr: Die Polizei hat Heiligenhafen, Oldenburg und Burg etliche Radfahrer erwischt, die sich nicht korrekt verhalten haben. Ein Fehmaraner hatte sich mit 1,3 Promille aufs Rad gesetzt.

13.06.2019

Die jetzige Zugverbindung in der Lübecker Bucht soll durch Busse ersetzt werden, wenn die neue Bahntrasse zum Belttunnel fertig ist. Fachleute empfehlen zudem, die Strecke für Radfahrer freizugeben. Die Gemeinde Timmendorfer Strand kämpft weiter für den Erhalt des Bahnverkehrs.

12.06.2019

Kinder bewegen sich zu wenig. Deshalb holen sich Schulen Übungsleiter in ihre Turnhallen. Die Schüler können dann kostenlos trainieren. In Ostholstein gibt es aber nur sehr wenige Kooperationen mit Vereinen.

12.06.2019