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Ostholstein Mehr Inklusion in Unternehmen
Lokales Ostholstein Mehr Inklusion in Unternehmen
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21:10 16.11.2017
Sie erhielten das Inklusionszertifikat: Jürgen Plötzner (2. v. l), Olaf Stinski (Mi.), und George Robbers (Geschäftsführer des Pflegezentrums Nazareth in Lübeck, 3. v. l.).
Sie erhielten das Inklusionszertifikat: Jürgen Plötzner (2. v. l), Olaf Stinski (Mi.), und George Robbers (Geschäftsführer des Pflegezentrums Nazareth in Lübeck, 3. v. l.). Quelle: Foto: Bücker
Eutin

In Ostholstein bekamen die Auszeichnung Olaf Stinski und Jürgen Plötzner von der Senioreneinrichtung „Kurpark Residenz Haffkrug“. Neun Mitarbeiter mit einer Beeinträchtigung stellten sie seit 2009 ein – in der Küche, im Service und im Hausmeisterdienst. „Es gibt zwar einen erhöhten Arbeitsaufwand, aber das sind zuverlässige und pünktliche Angestellte“, sagt Residenzleiter Stinski.

Der Mehraufwand lohne sich. Bei technischen Geräten und zusätzlichen Betreuungshilfen unterstütze ihn zudem die Agentur für Arbeit mit einer finanziellen Förderung.

2016 gab die Agentur 14 Millionen Euro für die Teilhabe von Menschen mit einer Behinderung am Arbeitsleben aus. Grundsätzlich sind Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern in Deutschland per Gesetz dazu verpflichtet, fünf Prozent der Stellen an Menschen mit Beeinträchtigung zu vergeben. Das Problem: „Viele Unternehmen wollen das Wagnis nicht eingehen und zahlen stattdessen eine Ausgleichsabgabe“, sagt Dusch. Dabei seien die Mitarbeiter ein enormes Potenzial für die Betriebe.

Zudem könnten die Betriebe schon bald auf das zusätzliche Personal angewiesen sein. Nach Angaben der Agentur für Arbeit werden wegen des demografischen Wandels in der Region Ostholstein und Lübeck bis zum Jahr 2025 rund 15000 Fachkräfte fehlen. Auf der anderen Seite waren im Kreis Ostholstein Ende Oktober 350 Menschen mit einer Schwerbehinderung arbeitslos gemeldet. Diese Menschen mit Behinderung aus der Arbeitslosigkeit holen und Betrieben gute Mitarbeiter vermitteln, darum wirbt die Agentur für Arbeit. Dusch: Inklusion sei eine Chance für alle Beteiligten.

sbu