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Ostholstein Missbrauch: Acht Jahre und Sicherungsverwahrung für 44-Jährigen
Lokales Ostholstein Missbrauch: Acht Jahre und Sicherungsverwahrung für 44-Jährigen
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11:35 30.06.2018
Quelle: Uli Deck/DPA
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Karlsruhe/Wulfsdorf

Daniel V. war in die Falle der Ermittler getappt und saß seit Oktober in Untersuchungshaft.

Der Mann aus der Gemeinde Scharbeutz wurde im Zusammenhang mit dem Fall des missbrauchten Neunjährigen aus Staufen (Baden-Württemberg) verurteilt. Das Kind soll über Jahre von seiner Mutter und deren Lebensgefährten gegen Geld für Vergewaltigungen angeboten worden sein. Mehrere „Kunden“ des Paares waren festgenommen worden. V. hatte den Lebensgefährten der Mutter gefragt, ob er das Kind missbrauchen und töten könne. Als der 39-Jährige, er gilt als Drahtzieher und Hauptverdächtiger, dies ablehnte, schlug der Angeklagte ein solches Verbrechen an einem anderen Kind vor. Ein Tötungsvorsatz wurde ihm allerdings nicht nachgewiesen.

Als V. am 3. Oktober des vergangenen Jahres zum vereinbarten Treffpunkt am Freiburger Hauptbahnhof reiste, wartete dort die Polizei auf ihn. Der Lebensgefährte der Mutter saß zu diesem Zeitpunkt bereits in Haft und hatte den Ermittlern seine Kontakte überlassen.

Die Plädoyers hatten am Freitag unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Die Verteidigung hatte den Ausschluss beantragt, weil der Angeklagte Persönliches wie sein Sexualleben erläutern wollte. Die Staatsanwaltschaft hatte den Wulfsdorfer wegen Sichbereiterklärens zum Mord, zum sexuellen Missbrauch von Kindern und zur Vergewaltigung angeklagt. Der Vorwurf wegen des Besitzes kinder- und jugendpornografischer Schriften wurde fallen gelassen. Die Staatsanwältin hatte bereits zu Prozessbeginn eine Sicherungsverwahrung in Betracht gezogen. lno/ln