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Ostholstein Mit einer Ente: Leonhardt-Boldt-Brücke ist eröffnet
Lokales Ostholstein Mit einer Ente: Leonhardt-Boldt-Brücke ist eröffnet
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15:48 04.07.2019
Unter dem Beifall der Festgäste fuhr Entenfahrer Werner Jorde mit seinem 30-jährigen Citroen 2CV als Erster über die neue Leonhardt-Boldt-Brücke. Quelle: Dirk Schneider
Eutin

Die Grundsanierung der Leonhardt-Boldt-Brücke in Eutin-Fissau ist abgeschlossen. Am Donnerstag wurde das neue Bauwerk offiziell eingeweiht und für den Verkehr freigegeben. Die neun Meter lange und 11,50 Meter breite Brücke überspannt die Schwentine, die vom Eutiner See kommend in diesem Bereich in den Kellersee fließt.

Die Leonhardt-Boldt-Straße verbindet die Malenter mit der Sielbecker Landstraße und erschließt zugleich den Naturpark Camping Prinzenholz. „Dieser Campingplatz ist derzeit Eutins größter Beherbergungsbetrieb“, stellte Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) fest. Aufgrund dieser vielfältigen Funktionen sei die Brücke ein zentrales Element für die Infrastruktur in der Dorfschaft Fissau und der Stadt Eutin.

Feldstein-Fundamente als Verblender

In seiner kurzen Eröffnungsrede für den neuen Verkehrsknotenpunkt erinnerte Behnk an „eine Baumaßnahme, die nicht ohne Herausforderungen für die Anlieger und die Ausführenden“ gewesen sei. So sei es im Zuge der Arbeiten erforderlich gewesen zunächst sämtliche Versorgungsleitungen umzulegen, um sie später wieder in den Neubau zu integrieren. Parallel habe man die Regenwasserkanalisation erneuert und den aktuellen technischen Erfordernissen angepasst. „Der eigentliche Clou ist aber, dass die Natursteinwiderlager des Altbaus erhalten werden konnten, sodass Wasserwanderer jetzt auch etwas zu gucken haben“, sagte Behnk.

Der Blick unter das Bauwerk zeigt, dass die alten Natursteinfundamente erhalten bleiben konnten. Quelle: Dirk Schneider

Möglich wurde dies, weil die neuen Spundwandbohlen und damit auch die neuen Auflagepunkte für die Stahlbetonplatte quasi hinter den alten Fundamenten bis zu 9,50 Meter tief in den in Boden eingepresst worden seien, erklärte Bauingenieur Sören Boller das Verfahren. „Die Feldsteine sind jetzt reine Verblender ohne tragende Funktion.“

Brücke kostete 744 000 Euro

Die Kosten für die Baumaßnahme, die Mitte November begann und vor wenigen Tagen abgeschlossen wurde, summieren sich auf insgesamt 744 000 Euro. „Davon entfallen 490 000 Euro auf die Stadt Eutin, rund 76 000 Euro tragen die Städtischen Betriebe/Entwässerung und 178 000 Euro die Stadtwerke, erläuterte Behnk.

Dieter Holst, Henning Schröter, Elfi Jaqueline Meyer und Carsten Behnk zerschneiden die Girlande, um die Leonhardt-Boldt-Brücke in Eutin Fissau für den Verkehr freizugeben. Quelle: Dirk Schneider

Kaum hatte Behnk zusammen mit Bürgervorsteher Dieter Holst, Bauamtsleiter Henning Schroeter und Dorfvorsteherin Elfi-Jaqueline Meyer das geschmückte Absperrband zerschnitten, nutzte Anlieger Werner Jorde die Gelegenheit, die neue Brücke mit seinem 30 Jahren Citroen 2CV „Ente“ unter dem Beifall der Gäste zünftig einzuweihen. Die komplett erneuerte Brücke sei nicht nur für Autofahrer ein Gewinn, sagte Jorde. „Auch die Fußgängerbereiche sind nun ausreichend breit und barrierefrei.“ Es wäre schön, wenn jetzt auch die weiteren Bürgersteige entsprechend ausgebaut würden, um die Situation für Spaziergänger mit Gehbehinderungen und Rollstuhlfahrern noch weiter zu verbessern, regte Jorde an.

Dirk Schneider

Weil er sich über ein knappes Jahr lang fälschlicherweise hat krankschreiben lassen, hat das Amtsgericht Eutin eine Strafe von neun Monaten Haft auf Bewährung verhängt. Der 29-Jährige muss zudem seinen Sold in Höhe von 22 000 Euro zurückzahlen.

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