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Ostholstein Schutzzäune: Sicherer Verkehr für Kröten
Lokales Ostholstein Schutzzäune: Sicherer Verkehr für Kröten
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16:31 28.03.2019
Die Kröten kriechen an den Schutzzäunen entlang und fallen in einen Eimer. Dann bringen Nabu-Mitglieder sie über die Straße. Quelle: Nabu (hfr)
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Oldenburg

Die Temperaturen steigen und immer mehr Kröten bekommen Frühlingsgefühle. Doch der Trieb der Tiere ist auch ihr Verhängnis. Nach Beobachtung des Naturschutzbundes (Nabu) Oldenburg haben bereits viele Kröten die Straßen gewechselt und sind dabei überfahren worden. Jetzt wurden zwischen Sebent und Damlos beidseitig Krötenschutzzäune errichtet.

50 bis 60 Tiere konnten Nabu-Mitglieder vor dem Aufbau des Schutzzaunes gerade noch rechtzeitig vor der Straße einsammeln und auf die andere Seite bringen. Reiner Wulff und Heike Mettke-Wulff hatten beim Kreis Ostholstein auch für dieses Jahr den Aufbau eines Krötenschutzzaunes beantragt. Der Zaun hindert die Tiere am Überqueren der Straße. Sie wandern an der Sperre entlang auf der Suche nach einem Durchgang, fallen dann in einen Eimer und können so weiter transportiert werden. Das Personal für diese Aktionen stellt regelmäßig der Nabu Oldenburg zur Verfügung, ebenso das Schutzzaunmaterial.

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Aktion findet große Unterstützung

Breite Unterstützung fand die Aktion in diesem Jahr beim Damloser Bürgermeister Reiner Wolter. „Auch die zuständigen Behörden und Grundstückseigentümer haben schnell grünes Licht gegeben“, sagt Reiner Wulff. Der Krötenschutzzaun soll bis zum 6. oder  7. April stehen bleiben. Bereits in der ersten Nacht und am folgenden Morgen wurden 188 Kröten eingesammelt und auf die andere Straßenseite gebracht.

Louis Gäbler

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