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Ostholstein Nach einjähriger Sanierung: Gruber Kirche in neuem Glanz
Lokales Ostholstein Nach einjähriger Sanierung: Gruber Kirche in neuem Glanz
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20:10 03.09.2018
An der Sanierung waren viele maßgeblich beteiligt: Kirche, Bund, Reemtsma-Stiftung. Zur Erinnerung an die Kirchen-Wiedereröffnung pflanzten die Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn (SPD) und Ingo Gädechens (CDU) einen Weinstock, den Architekt Torsten Ewers (r.) spendierte. Quelle: Fotos: Gäbler (2), Dons
Grube

Es war ein prächtiger Fest-Sonntag für Grube: Petrus begleitete die Wiedereröffnung der Gruber Kirche mit Kaiserwetter, drinnen war das Gotteshaus anlässlich des übergroßen Festaktes mit vielen Rednern prall gefüllt, oben im Turm durfte die Glocke nach einem Jahr der Stille endlich wieder läuten und rund um die Kirche hatten Kindergarten und Pfadfinder eine Spielestraße für Jung und Alt aufgebaut. Der Tag wurde für die Kirchengemeinde und all ihre Gäste aus Nah und Fern ein voller Erfolg.

Die Gruber Kirche St. Jürgen erstrahlt innen wie außen in neuem Glanz. Nach einjähriger Bauzeit und grundlegender Sanierung ist sie mit einem großen Festakt am Sonntag wiedereröffnet worden. Die 1,2 Millionen Euro Baukosten brachten Bund, Kirche, Stiftungen und Privatspender auf.

Sanierung in Zahlen

Bauzeit: ein Jahr – 2017 bis 2018

Kosten: rund 1,2 Millionen Euro

Hölzerne Spendenkirchen: 25 Stück, eine gestohlen, ein Aufbruchversuch

Baufirmen: aus Ost und West

Architekten: 2 (Juhnke/Ewers) Geläut: musste für ein Jahr aussetzen

Unfälle auf der Baustelle: zum Glück keine. lg

Durch den Festgottesdienst führte Pastor Rüdiger Fuchs, der frohgestimmt immer wieder auch die Patengemeinde im fernen Tansania in diesen Fest-Gottesdienst einband. Sein Chef, Propst Dirk Süssenbach, war ebenfalls gekommen, um eine besondere Ehrung vorzunehmen. Von viel Applaus begleitet, zeichnete er Fritz Bormann mit dem Ansgar-Kreuz aus. Bormann ist seit 1984 im Kirchengemeinderat, seit 2002 sogar Kirchenvorstandsvorsitzender. Süssenbach: „Er war maßgeblich an den schwierigen Verhandlungen bei der Kirchenkreis-Fusion beteiligt. Aber auch jetzt bei den Sanierungsarbeiten.“ Genauso wie Küster Manfred Manthey, dem die Gruber Kirchengemeinde herzlich mit einem Urlaubs-Gutschein dankte.

Fritz Bormann ließ für die Gemeinde noch einmal die Kosten Revue passieren: 1,2 Millionen Euro habe die Sanierung letztlich gekostet. Veranschlagt waren zunächst 880000 Euro. 975000 Euro habe man zum Begleichen der Rechnungen in der Kasse, 225000 Euro fehlen noch. Hier hoffen Bormann und die Gruber Kirche auf die beiden Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn (SPD) und Ingo Gädechens (CDU). Unter viel Applaus signalisierten sie aber in ihren Grußworten bereits, dass mindestens 110000 Euro aus dem Berliner Haushaltsausschuss, der auch das Sonderprogramm Denkmalschutz lenke, kommen würden. Gädechens als Mitglied des Haushaltsausschusses sagte: „Der Antrag ist gestellt, ich bin mir sicher, dass er positiv beschieden wird.“

Im weiteren Verlauf sprachen Peter Wendt als Präses des Kirchenkreises Ostholstein, Grubes Bürgermeister Volker Stoldt, Dr. Sebastian Giesen als Geschäftsführer der Reemtsma-Stiftung und Architekt Torsten Ewers ihre Glück- und Segenswünsche zur gelungenen Kirchensanierung aus.

Der Nachmittag wurde dann zu einem bunten und geselligen Fest rund um den eigentlichen Star des Tages: die Kirche St. Jürgen.

Louis Gäbler

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