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Ostholstein Nachfolger für Tante-Emma-Laden gesucht
Lokales Ostholstein Nachfolger für Tante-Emma-Laden gesucht
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20:11 29.01.2019
Der Sprecher der AG-Dorfladen Bernhard Horstmann stellte die Ergebnisse einer Bürgerbefragung zur Schaffung eines neuen Markttreffs in Sarau vor. Quelle: Dirk Schneider
Sarau

Oft weiß man etwas erst zu schätzen, wenn man es verloren hat. Diese Erfahrung machen derzeit die Bürger der Gemeinde Glasau. Keine zwei Monate nach der Schließung des alten Tante-Emma-Ladens in Sarau wünschen sich 85 Prozent der befragten Einwohner einen neuen Markttreff, um vor Ort einkaufen zu können. Dies ist ein Ergebnis einer Umfrage, das die Arbeitsgruppe Dorfladen am Montagabend in der Alten Schule vorstellte.

Von den 390 Fragebögen, die man an alle Haushalte in der Gemeinde verteilt habe, seien 231 zurückgekommen, berichtete die AG-Sprecher Bernhard Horstmann und Kai Oberhoff (beide CDU) erfreut. „Alles über 25 Prozent gilt schon als sehr gut, wir haben eine Resonanz von knapp 60 Prozent.“ Diese hohe Beteiligung zeige auch, wie sehr das Thema die Menschen bewege.

Über 20 000 Datensätze erfasst

Auf der Einkaufsliste der potenziellen Kunden stehen Lebensmittel, frische Backwaren und regionale Produkte mit Obst und Gemüse sowie Getränke an erster Stelle. Ein integrierter Postservice, ein Bankautomat und ein Bistro-Café-Bereich gehören ebenfalls zu den Wünschen. Lotto-Toto-Annahmestelle, Arztpraxis, Blumengeschäft, Textilreinigung und andere Dienstleistungen wurden hingegen deutlich weniger genannt. Bei der Größe des Geschäfts spricht sich die Mehrheit von 71 Prozent für einen kleinen Laden mit den wichtigsten Dingen des täglichen Bedarfs aus, während 24 Prozent einen Vollsortimenter befürworten. Nur zwei Prozent halten einen Laden für verzichtbar.

85 Prozent sprechen sich für einen Markttreff oder ein ähnliches Einkaufsangebotsmodell vor Ort aus. Die Arbeitsgruppe leitet daraus den Auftrag ab, ein entsprechendes Konzept zu entwickeln. Ziel und Hoffnung ist, innerhalb von zwei Jahren wieder einen Laden im Dorf eröffnen zu können.

Klarer Auftrag, weiterzumachen

Die wichtigsten Antworten: 60 Prozent der Befragten bekunden, in einem neuen Laden auch regelmäßig einkaufen zu wollen. 36 Prozent würden dies nur gelegentlich tun. Und 73 Prozent der Kunden wären bereit, einen höheren Preis für die Produkte zu bezahlen. Rund ein Viertel der Befragten wäre zudem bereit, sich ehrenamtlich in einem Markttreff-Team zu engagieren und 80 Prozent befürworten eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde an einem entsprechenden Projekt. „Das ist ein klarer Auftrag, jetzt weiter zu machen“, erklärte Horstmann. Aus diesem Grund sollte nun ein Votum der Gemeinde eingeholt und ein Kernteam gebildet werden, um das Vorhaben weiterzuentwickeln. Als Vorbilder könnten die sehr erfolgreichen gemeindlichen Markttreffs in Kirchbarkau oder Hohenfelde im Kreis Plön dienen, so Horstmann. Denkbar seien aber auch Genossenschaften und Bürgervereine als Einrichtungsträger, wie Bespiele in Otersen (Niedersachsen) und Alvesloe (Kreis Segeberg) zeigen würden. „Letztlich gibt es aber keine Blaupause, die wir kopieren können“, so Horstmann. Die AG müsse gemeinsam mit den Bürgern ein Konzept entwickeln, das genau auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sei. „Nur das kann und wird funktionieren.“

Dirk Schneider

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