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Ostholstein Statt Einwegtüten: Eutiner Tafel verteilt jetzt Leinenbeutel
Lokales Ostholstein Statt Einwegtüten: Eutiner Tafel verteilt jetzt Leinenbeutel
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18:31 21.02.2020
Die Vorstandsmitglieder der Eutiner Tafel Rainer Brüser und Monika Gertenbach (v. l.) freuen sich über die neuen Leinenbeutel, die Hans-Ingo Gerwanski als Spende der Bürgerstiftung überreicht hat. Quelle: Dirk Schneider
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Eutin

Nachhaltigkeit ist eine Grundidee der Tafeln. Da liegt der Gedanke nahe, Einwegplastiktüten durch wiederverwendbare Stofftaschen zu ersetzen. Die Eutiner Bürgerstiftung spendete den Tafelhelfern und -nutzern mehr als 300 Leinenbeutel, in denen Brot, Brötchen und weitere Backwaren verpackt und mitgenommen werden.

„Die Umstellung funktioniert sehr gut“, erklärte die Tafelvorsitzende Monika Gertenbach bei der Vorstellung des Projekts. „Wir haben die Leinenbeutel vor drei Wochen in der Ausgabe eingeführt und bemerken seither eine hohe Akzeptanz.“ Derzeit versorgt die Eutiner Tafel 280 Haushalte mit 750 Personen. 90 Prozent hätten die Stofftüten wieder mitgebracht. „Wer seinen Leinenbeutel in der Übergangsphase vergisst, bekommt noch mal eine Plastiktüte“, sagte Gertenbach. In ein paar Wochen sei diese Frist allerdings vorbei.

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40 000 Plastiktüten werden eingespart

Tafel-Schatzmeister Reinhard Brüser hatte schon einmal ausgerechnet, dass die Eutiner Tafel bei konsequenter Nutzung der Beutel rund 40 000 Plastiktüten pro Jahr einsparen würde. „Das ist auch ein schöner Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.“ Die hochwertigen Leinenbeutel seien nicht nur ein stabiles Transportmittel, sondern auch ein gutes Behältnis zur Zwischenlagerung der Backwaren.

„Der Stoff ist atmungsaktiv. Brot und Brötchen bleiben länger frisch“, erklärte Hans-Ingo Gerwanski als Vertreter der Eutiner Bürgerstiftung, die diese Aktion finanzierte. Zum Start wurden zunächst 320 Leinenbeutel in zwei Größen angeschafft, die pro Stück knapp zwei Euro gekostet hätten. „Noch wichtiger als der finanzielle Wert dieser Spende ist die Idee, die dahinter steht“, sagte Gerwanski. So wolle die Stiftung ein Zeichen setzen, dass jeder Einzelne durch Müllvermeidung einen kleinen Beitrag für die Umwelt leisten könne.

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Von Dirk Schneider