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Ostholstein Neubau am See: Wobau schafft bezahlbaren Wohnraum
Lokales Ostholstein Neubau am See: Wobau schafft bezahlbaren Wohnraum
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21:00 02.07.2018
Philipe Roden, Carsten Behnk, Reinhard Sager und Fabian Weist (v. l.) mauern eine Zeitkapsel mit Planungen, Artikeln sowie USB-Stick ein. Quelle: Foto: Bz
Eutin

Wobau-Geschäftsführer Fabian Weist begrüßte die Gäste auf der Baustelle im Kellergeschoss, darunter Landrat Reinhard Sager (CDU) als Vorsitzender des Aufsichtsrats und dessen Stellvertreter Ulrich Rüder. Auch Eutins Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos), Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller (parteilos), Philipe Roden vom Planungsbüro Roden & Kuhfeldt sowie Hochbauer der Firma Schütt waren anwesend, um beim offiziellen Baustart dabei zu sein.

Gemeinsam mauerten Roden, Behnk, Sager und Weist die Zeitkapsel mit Zeitungsartikeln, den Planungen und einem USB-Stick ein. Weist freute sich, dass die alten Wobau-Gebäude an der Seestraße nun modernen neuen Wohnungen weichen. Statt Kohleofen, Schweinestall und Taubenschlag sind heute Balkon, Barrierefreiheit und Fußbodenheizung gefragt. Aber die Suche nach bezahlbaren Wohnungen ist geblieben. „Wohnen ist ein Grundbedürfnis“, sagte Weist.

Kaltmiete fängt bei 5,60 Euro pro Quadratmeter an

30 Prozent der Wohnungen werden öffentlich gefördert. Diese Wohnungen werden für eine Kaltmiete von 5,60 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche angeboten. Landrat und Aufsichtsrats-Vorsitzender Reinhard Sager freute sich, dass das kommunale Wohnungsunternehmen den Mut habe anzupacken. Neben dem Kreis mit einem wesentlichen Anteil sind daran unter anderem 26 Städte und Gemeinden als Gesellschafter beteiligt. „Die Wobau schafft Wohnungen und Ästhetik in der Nähe des Kleinen Eutiner Sees“, sagte Sager. Er sei froh, dass sie die Wobau haben. Sie erfülle einen kommunalen Zweck und einen sozialen Auftrag. Das Unternehmen bewirtschaftet im gesamten Kreisgebiet 1850 Wohnungen, davon 530 in Eutin, 130 von ihnen sind wiederum öffentlich gefördert.

Neubau soll an alte Siedlungshäuser erinnern

In 15 bis 16 Monaten sollen die drei Gebäude mit jeweils kleinen Einheiten mit zwei und drei Zimmern bezugsfertig sein und den Charme der ehemaligen Siedlungshäuser wieder aufnehmen. Die Fassaden der neuen Gebäude werden daher etwas aufwendiger sein und einige alt anmutende Elemente enthalten. Beispielsweise werden oberhalb der Fenster sogenannte Grenadierschichten (damit gemeint ist eine Schicht aus Ziegel- oder Backsteinen, die jeweils mit der kurzen Seite des Steins hochkant gemauert sind) entstehen. Zudem sollen mit speziellen hartgebrannten Steinen (Lisen) Fensterläden angedeutet werden.

Das kommt gut an: Das Interesse von Eutinern und auch von Auswärtigen ist groß, die Wohnungen im Staffelgeschoss mit Seeblick sind bereits vergriffen, sagt Weist.

Bürgermeister freut sich

auf moderne Wohnungen

Vor dem Abriss gab es hier 15 Wohnungen, mit 30 vor allem neuen Einheiten wird die Zahl jetzt verdoppelt. „Die Wobau revitalisiert von Grund auf“, lobte Carsten Behnk das Wobau-Vorgehen. Er freut sich auf das neue Schmuckstück. „Jede einzelne Wohnung wird moderner und schöner.“ Zudem sei die Lage sehr attraktiv. Die Wobau gebe mit dem Neubau ein starkes Signal. „Ich freue mich, wenn wir die Wohnungen bald begutachten können“, sagte Behnk und wünschte eine unfallfreie Bauzeit.

Von Beke Zill