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Ostholstein Neubau des Feuerwehrhauses in Kreuzfeld nimmt Gestalt an
Lokales Ostholstein Neubau des Feuerwehrhauses in Kreuzfeld nimmt Gestalt an
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20:10 12.04.2018
Architekt Sönke Utke stellt in der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Hauptausschuss die Pläne für das neue Feuerwehrhaus in Kreuzfeld vor.
Architekt Sönke Utke stellt in der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Hauptausschuss die Pläne für das neue Feuerwehrhaus in Kreuzfeld vor. Quelle: Fotos: Dis
Malente

Der geplante Neubau des Feuerwehrhauses bestehe eigentlich aus zwei Teilen, erklärte Architekt Sönke Utke in der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Hauptausschusses die finale Version eines mit allen Beteiligten hart erarbeiteten Entwurfs. Während der Hallentrakt mit den Stellplätzen für die Fahrzeuge in schlichter Fertigbauweise aus Stahl- und Holzteilen erstellt werden soll, werde das eigentliche Feuerwehrhaus mit den Sozialräumen als klassisches Massivbauwerk mit Pfannendach hochgezogen, sagte Utke.

Grünes Licht für die Weiterentwicklung von zwei Malenter Großprojekten: Rechtzeitig vor der Kommunalwahlpause sind die Entwürfe für das Feuerwehrgerätehaus in Kreuzfeld zur Bauantragstellung freigegeben und die Pläne für die Rohrbrücke über die Schwentine genehmigt worden.

Gebäude kann bei Bedarf vergrößert werden

Neben den beiden Umkleideräumen, in denen die Einsatzschutzkleidung quasi im Durchlauf zu der Autogarage angezogen werden könne, befinden sich die Sanitärräume mit Duschen und WCs. Hinzu komme ein größerer multifunktionaler Schulungsraum, der auch für Gemeinschaftsveranstaltungen genutzt werden könne sowie ein kleines Büro für die Wehrführung und eine einfache Küche, erläuterte Utke die Skizze. Die Zufahrt mit dem Parkplatz sei so angelegt, dass ein behindernder Begegnungsverkehr mit ausrückenden Einsatzfahrzeugen weitgehend ausgeschlossen sei.

Zudem sei der Gebäudekomplex so aufgebaut, dass dieser bei Bedarf auch vergrößert werden könne. „Wir haben das Baufenster noch nicht ausgereizt, es sind ausreichend Erweiterungsflächen vorhanden“, schilderte Utke. Die letzte Kostenschätzung liege bei rund einer Million Euro. Kreuzfelds Wehrführer Andrée Bendrich bewertete den Bauplan als funktional und gut: „Jetzt ist alles besprochen. Es wird Zeit, dass es auch losgeht.“

Während der erste Spatenstich für das Kreuzfelder Feuerwehrhaus trotz detaillierter Baupläne noch immer nicht terminiert werden kann, steht der Zeitplan für den Neubau der Schwentinebrücke in der Hindenburgallee bereits fest – obwohl hier noch zahlreiche Details abgestimmt werden müssen. Die vorbereitenden Arbeiten beginnen im Mai, im Oktober wird die alte Brücke abgerissen.

Den aktuellen Stand der Planung erklärte Stephan Sievers von der Schleswig-Holstein Netz AG, die für den Bau der sogenannten Rohrbrücke die Federführung übernommen hat.

Parallel zur Straßen- soll

eine Rohrbrücke entstehen

Wie bereits berichtet ist die 120 Jahre alte Brücke den zunehmenden Belastungen nicht mehr gewachsen und soll durch einen tragfähigeren Neubau ersetzt werden. Aufgrund von Änderungen im Baurecht ist es aber nicht mehr zulässig, eine dem Straßenverkehr gewidmeten Brücke als Querungshilfe für Versorgungsleitungen zu nutzen. Um die Strom- und Gasleitungen, Wasser- und Abwasserrohre sowie Breitband- und Telefonkabel, die derzeit an der Straßenbrücke hängen, über den Fluss zu bringen, soll parallel zur Straßen- eine Rohrbrücke entstehen, „die sich in das eigentliche Bauwerk integriert“ und „die Leitungspakete aufnimmt“.

Der doppelte Baukörper mit einem Abstand von vier bis fünf Zentimetern solle als Stahlbetonkonstruktion mit Spundwandgründung erstellt werden, sagte Sievers. Die Fuge, die den Rad- und Fußweg auf der Rohrbrücke von der Straßenbrücke mit der Fahrbahn trenne, solle durch ein wasserdichtes Übergangsprofil aus dem Eisbahnbau geschlossen werden. Konstruktionsbedingt werde die Doppelbrücke etwa einen Meter breiter, was sich vorteilhaft auf die Wegeführung auswirken werde.

Beide Vorhaben wurden von den Ausschussmitgliedern „in seltener Einstimmigkeit vor dem Kommunalwahlkampf“ beschlossen, wie die Vorsitzenden Jürgen Redepenning (SPD) und Uwe Potz (CDU) einträchtig betonten. „Sie können jetzt mit frohem Mut und gestärktem Rücken in die weiteren Planungen einsteigen.“

Von Dirk Schneider