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Ostholstein Neubau in Pönitz: Kita verdoppelt Platz-Angebot
Lokales Ostholstein Neubau in Pönitz: Kita verdoppelt Platz-Angebot
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16:51 29.10.2019
Freuen sich auf den Neubau: die Leiterin der „Rappelkiste“ in Pönitz, Annemarie Holländer, sowie Andrea Kruse und Anke Schumacher vom Trägerverein (v. l.) mit dem Plan für das Projekt. Quelle: Sabine Latzel
Pönitz

Die Gemeinde Scharbeutz investiert weiter in den Ausbau ihres Krippen- und Kita-Angebotes: Mindestens 1,5 Millionen Euro steckt sie in den kommenden Jahren in die Erweiterung der Pönitzer Kindertagesstätte „Rappelkiste“. Deren Fläche wird zunächst provisorisch mit Container-Bauten vergrößert, in denen ab Februar 2020 zwei Krippen-Gruppen mit je zehn Kindern Platz finden. Ende 2021 soll dann der Neubau stehen, damit die Kita insgesamt 80 Plätze bietet – derzeit sind es 44.

Container mit Fußbodenheizung für die Kleinsten

Noch ist wenig los auf der großen Wiese vor der Kita „Rappelkiste“ in Pönitz, deren Gebäude zurückgesetzt an der Lindenstraße liegt und die 2015 ihr30-jähriges Jubiläum feierte. Zwei Tore ohne Netze fürs Bolzen, das war’s. „Aber demnächst können wir vermutlich Sitzbänke an den Fenstern aufstellen, weil die Kinder den ganzen Tag hinausschauen wollen“, prophezeit Andrea Kruse, die Vorsitzende des Trägervereins. Denn bald rücken schwere Baumaschinen an, die in der Regel eine große Faszination auf kleine – und auch viele große – Menschen ausüben.

Im ersten Schritt liefern diese Maschinen die Bauteile für das – gemietete – Container-Provisorium auf der Wiese. „Diese Container sind wie Wohnhäuser, unsere haben sogar eine Fußbodenheizung“, erklärt Anke Schumacher, die zweite Vorsitzende des Vereins. Auf 370 Quadratmetern finden dann zwei Krippen-Gruppen für je zehn der Kleinsten im Alter von einem bis zu drei Jahren Platz. 370 Quadratmeter – so viel Fläche hat die „Rappelkiste“ auch im derzeitigen „Altbau“, wo zwei Elementar-Gruppen mit je 22 Mädchen und Jungen im Alter von drei bis sechs Jahren untergebracht sind.

Neubau mit Mehrzweckhalle und Cafeteria

Im zweiten Schritt errichten die Maschinen beziehungsweise die Fachleute, die sie bedienen, den Neubau in der Mitte der Wiese, der mit dem Altbau verbunden wird und 680 Quadratmeter Fläche bieten soll. Dort können sowohl die beiden Krippen-Gruppen einziehen als auch eine dritte Elementar-Gruppe eingerichtet werden, und eine Mehrzweckhalle sowie eine Cafeteria wird es dort auch geben. 80 Plätze stehen dann für die Betreuung des Nachwuchses in Pönitz zur Verfügung.

„Die Gemeinde ist Anfang des Jahres auf uns zugekommen und hat gefragt, ob wir die Vergrößerung mittragen“, berichtet Andrea Kruse. „Wir haben uns sehr gefreut, denn derzeit haben wir wirklich zu wenig Platz.“ Die Vorfreude auf die Erweiterung ist auch deshalb groß, weil das dafür notwendige weitere Personal –Erzieherinnen und sozialpädagogische Assistentinnen – bereits gefunden sei, so Andrea Kruse. Was die Erweiterung insgesamt kosten wird, steht nach Angaben aus der Gemeindeverwaltung noch nicht endgültig fest, da unter anderem noch nicht entschieden sei, ob der Neubau als Massivbau oder in Modulbauweise errichtet wird. In den Haushalt 2020 sollen vorerst 1,5 Millionen Euro für den Ausbau der „Rappelkiste“ gestellt werden.

25 Jahre alt ist das aktuelle Gebäude der „Rappelkiste“ in Pönitz – neue Räume werden dringend gebraucht. Quelle: Sabine Latzel

Völlig ausgebucht seien die Plätze, die ab Februar 2020 zur Verfügung stehen, noch nicht, sagt die Vorsitzende des Träger-Vereins. Geöffnet ist die Kita von 7.30 bis 15 Uhr, ein Platz in der Regelbetreuung (8 bis 13 Uhr) kostet derzeit 170 Euro im Monat. Krippen-Plätze sind allerdings teurer, aktuell kosten sie in der Gemeinde Scharbeutz ab 300 Euro monatlich. Insgesamt bieten die fünf Kitas in der Gemeinde – neben der „Rappelkiste“ sind das die evangelischen Kitas in Scharbeutz und Gleschendorf, der Awo-Strandkindergarten Scharbeutz und die Kita „Ostseekinder“ des Kinderschutzbundes in Haffkrug – 69 sogenannte U-3-Plätze sowie 239 Plätze für Kinder von drei bis sechs Jahren. Die Vergabe erfolgt über eine zentrale Stelle bei der Verwaltung, weitere Informationen gibt es unter Telefon 04503/77 09 410 und über die Internet-Seite der Gemeindeverwaltung.

Von Sabine Latzel

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