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Ostholstein ADFC fordert mehr Stellplätze für Fahrräder
Lokales Ostholstein ADFC fordert mehr Stellplätze für Fahrräder
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09:12 13.09.2019
In Neustadt gibt es Stellplätze für Räder unter anderem am Bahnhof sowie am Hafen. Quelle: Sebastian Rosenkötter
Eutin

Sie werden an Laternen sowie Verkehrsschilder angeschlossen und versperren manchmal sogar Bürgersteige. In vielen Orten in Ostholstein mangelt es an ausreichend Fahrradabstellplätzen. Kein Wunder: Die Zahl der Radfahrer steigt, insbesondere Touristen wollen die Region immer häufiger auf Zweirädern entdecken. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (AFDC) Ostholstein fordert vor allem mehr überdachte Abstellmöglichkeiten sowie mehr Plätze in der Nähe von Bushaltestellen. „Der Busverkehr ist ein wichtiger Zubringer“, sagt Jens Rose-Zeuner.

Der Eutiner ist Sprecher des ADFC Ostholstein. Sowohl das sichere Anschließen, als auch die schützende Überdachung seien wichtige Faktoren für die Mobilitätswende. „Vor Volkshochschulen, Bibliotheken, Ärztezentren und Supermärkten finden wir häufig minderwertige Abstellmöglichkeiten vor“, sagt Rose-Zeuner.

Tolle Radtouren

Die Zahl der Radfahrer steigt auch im Kreis Ostholstein immer weiter an. Die LN haben verschiedene Touren getestet und stellen sie vor. Hier gibt es eine Auswahl:

Fehmarns wilder Osten:
Die 47 Kilometer lange Tour startet in Burg und führt unter anderem zu Naturstränden.

Unterwegs am Hemmelsdorfer See:
Die 27 Kilometer lange Etappe führt einmal rund um den See.

Seen genießen in Ostholstein und Plön:
30 Kilometer und mehr als zehn Seen.

Rund um die Insel:
75 Kilometer lang ist diese Strecke rund um Fehmarn.

Zahlreiche weitere Radtouren
in der Region finden sich auf dieser Seite.

Experte sieht großen Handlungsbedarf

Der ADFC-Sprecher hat von zahlreichen Mitstreitern Informationen über die Situation in verschiedenen ostholsteinischen Städten eingeholt. Während Grömitz gut aufgestellt sein soll, gebe es in Eutin und Bad Schwartau zu wenig Boxen, in Oldenburg sei die Lage vor dem Bildungs- und Kulturzentrum, in Timmendorfer Strand am Zob nicht befriedigend. „Es gibt viel zu tun. Wir hinken dem Bedarf hinterher“, fasst Jens Rose-Zeuner zusammen.

Dennoch herrscht keinesfalls Stillstand. In Eutin wurden vor Kurzem an der Rückseite des Rathauses zehn neue Fahrradbügel aufgestellt. „Die Anlage liegt total versteckt hinter dem Gebäude. Hinweisschilder wären möglich“, sagt Zeuner und ergänzt, dass dies kein Nadelstich gegen die Verwaltung sei. Der Mitarbeiterparkplatz hinter dem Bauamt sei beispielhaft.

Hier
sollen 20 Servicestation für Radfahrer entstehen.

Neustadt plant Ständer, Boxen und 100 Plätze am Bahnhof

Die Stadt Neustadt hat im Zuge der Promenadenaufwertung in Pelzerhaken und Rettin neue Fahrradständer installiert. Weitere sollen während des geplanten Umbaus vom Haus des Gastes hinzukommen. Ebenso ist laut Bürgermeister Mirko Spieckermann (parteilos) der Bau einer Ladestation für E-Bikes vorgesehen.

„Wir prüfen derzeit, ob wir an dem E-Ladesäulen-Projekt der Aktiv-Region Wagrien-Fehmarn teilnehmen und an den touristisch relevanten Plätzen mit hoher Aufenthaltsqualität weitere Fahrradständer und Ladeboxen aufstellen, um die Radinfrastruktur zu optimieren“, sagt Spieckermann. Mögliche Orte seien der Parkplatz am Rettiner Strandweg, Surfcity in Pelzerhaken sowie der Hafen und der Marktplatz in Neustadt. Das wohl größte Vorhaben soll jedoch auf der Hafenwestseite vor dem Bahnhof entstehen: Eine Abstellanlage für rund 100 Räder – wann es zu einer baulichen Umsetzung kommt, ist jedoch völlig offen.

Lesen Sie auch:
Neustadts Megaprojekt Hafenwestseite multimedial dargestellt.

Kellenhusen will Radfahrer weiter fördern

Etwas weiter nördlich berichtet Kellenhusens Bürgermeisterin Nicole Kohlert (FWK) von einer seit Jahren steigenden Zahl an Fahrradtouristen. „Wir bieten zahlreiche Fahrradabstellmöglichkeiten, einfache Reparaturhilfen und eine Schlauchstation“, sagt sie. Dennoch sollen in naher Zukunft weitere Abstellplätze hinzukommen und die Angebote für die genannten Personengruppe erweitert und verbessert werden. „Insbesondere der ökologische Aspekt des Fahrradfahrens passt prima zu Kellenhusen. Daher liegt uns eine Weiterentwicklung zu diesem Thema besonders am Herzen“, sagt Kohlert.

Eutin und Oldenburg planen neue Abstellmöglichkeiten

In der Kreisstadt Eutin sind weitere Abstellbügel am Bahnhof und im Bereich der Lübecker Straße geplant. In Oldenburg könnten in Zukunft im Bereich Bibliothek und Tourist-Info sowie in den Eingangsbereichen der Fußgängerzone neue Plätze entstehen. Zudem sind Modernisierungen geplant. Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) kündigt an, alte Ständer, in die man das Rad hineinschiebt, gegen Anlehnbügel austauschen zu lassen. Generell seien jedoch ausreichend Abstellmöglichkeiten vorhanden.

Mit dem Rad in die Metropole:
Das sind die besten Großstädte für Radfahrer.

Scharbeutz will nach Bedarf, Sierksdorf vorerst nicht investieren

Je nach Bedarf will die Gemeinde Scharbeutz tätig werden. Bauamtsleiterin Dorit Klees erinnert an neue Abstellbereiche an der gesamten Strandallee und im Promenadenbereich. „Die Ausstattung der Gemeinde mit E-Ladesäulen wird sich in der Zukunft noch erhöhen“, teilt sie mit. Eine Gemeinde weiter in Sierksdorf gibt es laut Andrea Hufnagel vom Tourismus-Service meist ausreichend Plätze. Jedoch könne es an einigen Tagen zu Engpässen kommen. Eine Erweiterung sei aktuell nicht angedacht.

Eine interaktive Karte zeigt 173 Parkflächen für Autofahrer in Ostholstein.
Dazu gibt es Infos, wo kostenfrei geparkt und wo mit Karte oder Handy gezahlt werden kann.

Von Sebastian Rosenkötter

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