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Ostholstein Neuer Rettungskreuzer für Grömitz auf Kiel gelegt
Lokales Ostholstein Neuer Rettungskreuzer für Grömitz auf Kiel gelegt
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16:21 12.09.2019
Unter den Augen ihres Vaters und Seenotretter Markus Davids (l.) sowie Vormann Guido Förster hält Merle Davids die Bremer Zwei-Euro-Münze schon einmal an die richtige Stelle, bevor die 19-Jährige sie endgültig in die Aluminiumtasche fallen lässt. Quelle: Jörg Sarbach/DGzRS
Grömitz/Bardenfleth

Merle Davids hält ein kleines Stück Metall mit großer Bedeutung für die Seenotretter in der Hand: Es ist eine Bremer Zwei-Euro-Münze, die die 19-Jährige als Glücksbringer in den Rumpf des jüngsten Seenotrettungskreuzer-Neubaus der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) einlegt. Die traditionelle Kiellegung ist für sie etwas ganz Besonderes: Auf dem für die Station Grömitz bestimmten Spezialschiff wird ihr Vater Markus im Einsatz sein – bei jedem Wetter.

Tochter engagiert sich für die Seenotretter an Land

Auf der Platte über dem Platz für das Geldstück ist die Baunummer der Werft (7090) für diesen Neubau zu lesen. Quelle: DGzRS/Jörg Sarbach

„Als Papa noch Fischer gewesen ist, war er einmal auf die Hilfe der Seenotretter angewiesen. Was die DGzRS macht und wie sie es macht, unabhängig und nur mit Spenden, das finde ich richtig gut“, sagt die Auszubildende zur Industriekauffrau. Merle Davids und auch ihre Mutter Christine stärken Vater und Ehemann Markus Davids nicht nur ideell den Rücken: „Ich habe am Tag der Seenotretter geholfen, mich bei Vorführungen retten lassen und begonnen, neue Förderer zu gewinnen“, berichtet die Maasholmerin. Sie und ihre Mutter sind ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Seenotretter an Land.

Als Merle Davids gefragt wurde, ob sie den neuen Seenotrettungskreuzer ihres Vaters auf Kiel legt, brauchte sie nicht lange zu überlegen. Denn schließlich soll die am Kollisionsschott eingelegte Münze nicht nur den Schiffbauern, sondern auch der künftigen Besatzung um ihren Vater Glück verheißen. Das Geldstück mit Bremer Rathaus und Roland wird in den rund 30 Dienstjahren des Spezialschiffes jeden Einsatz mitfahren.

Neubau ersetzt die „Hans Hackmack

Finanziert wird der neue Kreuzer mit der internen Bezeichnung SK 41 überwiegend aus einer Erbschaft. „Zuwendungen aus Nachlässen sind ein ganz wesentlicher Bestandteil der Finanzierung der Seenotretter und ein sehr großer Vertrauensbeweis“, sagte DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler bei der Kiellegung auf der Werft Fassmer in Bardenfleth an der Unterweser. Die inzwischen fünfte Rettungseinheit der 28-Meter-Klasse soll auf der Station Grömitz die „Hans Hackmack“ ablösen. Diese wiederum soll künftig ohne feste Station immer dort zum Einsatz kommen, wo andere Seenotrettungskreuzer vertreten werden müssen.

Ein Schiffbauer der Bauwerft Fassmer verschweißt die Aluminiumtasche. Quelle: Jörg Sarbach/DGzRS

Die Spezialschiffe werden vollständig aus Aluminium gebaut. Besondere Merkmale sind eine umfassende Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung an Bord, eine Feuerlöschpumpe mit ferngelenktem Monitor zur Bekämpfung von Bränden auf See und die Fähigkeit, sich im Falle des Durchkenterns innerhalb weniger Sekunden wieder aufzurichten. In der für Seenotrettungskreuzer typischen Heckwanne führen die 28-Meter-Einheiten jeweils ein gut acht Meter langes Tochterboot mit sich, das auf See unabhängig vom Mutterschiff agieren kann.

Genauso wie das Tochterboot den Seenotrettungskreuzer unterstützt, kann sich Markus Davids auch weiterhin der Unterstützung seiner Tochter Merle an Land sicher sein. Und für die Zukunft schließt die junge Frau sogar den Einsatz an Bord eines Seenotrettungskreuzers nicht aus: „Aber erst einmal hat die Ausbildung Vorrang.“

Von Markus Billhardt

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