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Ostholstein Neues DLRG-Boot: Mit 115 PS auf die Ostsee
Lokales Ostholstein Neues DLRG-Boot: Mit 115 PS auf die Ostsee
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13:25 25.03.2019
Die DLRG-Ortsgruppe Lübecker Bucht hat ein neues Boot – zur Freude des Vorsitzenden Olaf Techen (r.) und seines Stellvertreters Thomas Walz. Quelle: Sabine Latzel
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Niendorf

Darauf haben sie lange gewartet: Das neue Schlauchboot mit 115-PS-Motor für die DLRG-Ortsgruppe Lübecker Bucht ist eingetroffen. 46 000 Euro hat es gekostet, das Geld kommt von einer Stiftung, Spendern und der Gemeinde Timmendorfer Strand. Die Taufe – samt Probefahrten mit den Gästen – ist für Sonnabend, 30. März, um 16 Uhr im Niendorfer Hafen angesetzt. Vorher wird der Name des Bootes nicht verraten.

5,85 Meter lang, GFK-Rumpf, unempfindlich

„Wir haben über den Namen im Internet abstimmen lassen“, erklärt Olaf Techen, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Lübecker Bucht. Immerhin: „Red Pearl“ werde das Boot nicht heißen, so viel lässt er sich entlocken. Dabei ist der Neuzugang rot, knallrot sogar. Das „Ribcraft 585“ ist, wie die Typbezeichnung andeutet, 5,85 Meter lang und somit „für die Ostseewelle sehr gut geeignet“, sagt Techen. Aufgrund seines Rumpfes aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) sei es zudem wartungsfreundlich und unempfindlich, „und mit 115 PS ist es vernünftig motorisiert“, findet der stellvertretende Vorsitzende Thomas Walz.

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Das vorherige Boot hat die Ortsgruppe verkauft, „für einen symbolischen Preis, um es nicht selbst verschrotten zu müssen“, sagt Walz. Das „Ribcraft“ bietet Platz für maximal zwölf Personen. Gekauft haben die DLRGler es bei einer Firma in Kiel, die auch die Wasserschutzpolizei beliefert. Verschiedene Spender steuerten insgesamt 5000 Euro bei, 11 000 Euro gab es von der Gemeinde, und 30 000 Euro kamen von der Peter-Petersen-Stiftung, berichtet der Vorsitzende.

Nein, der Name des Neuzugangs ist auf den Fotos nicht zu sehen – er soll bis zur Taufe geheim bleiben. Aber einige andere Einblicke hat der Vorstand dann doch gewährt.

Das Boot wird für die Ausbildung gebraucht

Diese Stiftung fördert unter anderem die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen, und genau dafür ist das Boot auch gedacht. „Wir brauchen es für die Ausbildung“, sagt Olaf Techen, „für unseren jugendlichen Nachwuchs im Rettungsdienst.“ Mit dem Boot, das im Niendorfer Hafen liegen wird, sollen die Mitglieder des Jugendeinsatzteams „Jet“ üben, um später bei der Absicherung von Regatten oder anderen Veranstaltungen wie beispielsweise beim Anbaden helfen zu können.

„Die Strandrettung ist ja zentral organisiert“, erklärt Techen. Wobei das „Ribcraft“ natürlich auch zur Rettung eingesetzt werde, sollte es sich im Ernstfall gerade auf dem Wasser und nicht im Hafen befinden. Zudem kooperiert die DLRG mit der Freiwilligen Feuerwehr Niendorf, die einen Schlüssel für das Boot bekommt. „Sollte die Feuerwehr abends einen Einsatz auf dem Wasser haben, kann sie unser Boot nehmen“, sagt Walz.

Taufe und ein Segen vom Niendorfer Pastor

Das Boot wird auch noch den Segen vom Niendorfer Pastor Johannes Höpfner erhalten. Taufen soll es ein Mädchen aus der DLRG-Seepferdchengruppe – das allerdings keine Flasche am Boot zerschlagen wird. „Bloß nicht“, meint Olaf Techen entsetzt, „nachher geht es dadurch noch kaputt.“ Deshalb wird vermutlich nur ein wenig Sekt über das „Ribcraft“ gegossen: „Hauptsache bei der Taufe ist doch, dass der Alkohol irgendwie in Kontakt mit dem Boot kommt.“

Sabine Latzel

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