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Ostholstein Neues Feuerwehrhaus: Planung am Festplatz auf Eis gelegt
Lokales Ostholstein Neues Feuerwehrhaus: Planung am Festplatz auf Eis gelegt
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20:10 30.11.2017
Der Sitz der Freiwilligen Feuerwehr Eutin am Priwall: Wird das Gebäude saniert und aufgestockt? Quelle: Foto: Benthien
Eutin

Man könne den Festplatz als Standort nehmen. „Dann ist das aber nicht die letzte organisatorische Entscheidung in Sachen Feuerwehr gewesen“, ergänzte er. Da blitzte im Hintergrund schon wieder eine Gemeindewehr durch. Der Bürgermeister betonte aber auch, dass die Freiwillige Feuerwehr Fissau-Sibbersdorf nicht entbehrlich sei – wegen des Brandschutzes in Sielbeck und Sielbecker Moor. Der Standort am Festplatz würde auch bedeuten, dass eine Löschgruppe im Südostbereich Eutins vorgehalten werden müsste. „Das wiederum würde zur einer Trennung der Wehr führen und schwierig zu managen sein“, sagte er. Carsten Behnk schloss sich der Ansicht Olaf Schmidts (SPD-Fraktion) an: „Eine bessere Hilfsfrist als am Priwall mit 98 Prozent können wir nirgends erreichen.“ Den Standort dort auszubauen durch beispielsweise Aufstockung der Gebäude hält er für eine Alternative. Die Verwaltung wird parallel dazu weitere Möglichkeiten in der Nähe ausloten.

Elfi-Jacqueline Meyer (FDP) freute sich, „dass die Diskussion wieder aufflammt, und wir jetzt wieder über den Priwall oder etwas in der Gegend reden. Wir haben die Wache am Festplatz immer für überdimensioniert gehalten.“ Dort war ein Gebäude für 120 Aktive mit 13 Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge – Gesamtnutzfläche rund 2800 Quadratmeter – geplant worden. Das Haus war damals so konzipiert worden, dass es für eine zusammengelegte große Wehr gereicht hätte.

Bei einem Neustart der Planungen im Bereich Priwall solle jetzt nur für die Ortswehr Eutin gedacht werden, „und dann reden wir nicht von 120, sondern von 70 Kameraden“, sagte Kathrin Pitzner (CDU). Gleichwohl müssten dann auch die Wachen in Neudorf und Fissau ertüchtigt werden, forderte ihr Fraktionskollege Gerd Freese. Dagegen würde sich Burkhard Mannel, Ortswehrführer in Fissau, nicht wehren. „Die Fahrzeuge wachsen.“ Er plädierte ebenfalls für ein Festhalten am Standort Priwall und den Bestand der drei Ortswehren. „Wären alle Mann am Festplatz, hätten wir wieder eine Debatte um Hilfsfristen.“ Für Gemeindewehrführer Heino Kreutzfeldt sind die am Mittwoch gefassten Beschlüsse (Festplatz aussetzen, Alternativen im Bereich Industriestraße inklusive des Gebäudes am Priwall prüfen, Raumbuch überarbeiten) auch eine richtungsweisende Entscheidung für die Zukunft der drei Ortswehren.

Die Verwaltung verhandelt derzeit mit dem per Ausschreibung gefundenen Planungsunternehmen, ob es statt am Festplatz auch am Priwall oder in Priwallnähe tätig werden würde. Ziel ist, auf eine erneute Ausschreibung zu verzichten.

Auf einen kapitalen Fehler machte Matthias Rachfahl (CDU) aufmerksam. Wie hatte es passieren können, dass der Festplatz im Juni 2012 von der Verwaltung als „günstig gelegen“ gepriesen wurde? Auch der Bürgermeister war dieser Frage nachgegangen. Antwort: „Im September 2009 waren die Entfernungen zu allen Einsatzorten in Eutin ermittelt worden. Fälschlicherweise wurden sie in Minuten dokumentiert.

Dabei handelte es sich aber um Kilometerangaben.“

Von Ulrike Benthien

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