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Ostholstein Neues Hotel für Fehmarn: Investor muss Pläne abspecken
Lokales Ostholstein Neues Hotel für Fehmarn: Investor muss Pläne abspecken
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18:03 30.10.2019
Auf dem Gelände des ehemaligen Ferienlagers Rotenburg am Meeschendorfer Strand sollte ein 100-Betten-Hotel gebaut werden. Quelle: Michael Kirchner
Fehmarn

Die österreichische Hotelgruppe Jufa hatte große Pläne für Fehmarn. Sie wollte auf dem Gelände des früheren Ferienlagers Rotenburg am Meeschendorfer Strand ein viergeschossiges Hotel mit 100 Zimmern bauen. Doch die Mitglieder des Bauausschuss der Stadt Fehmarn lehnen die Pläne in der jetzigen Form ab. Ihr Tenor: „Ein Hotel an dieser Stelle gerne, aber nicht in so massiver und nicht in die Landschaft passender Bauweise“. Einstimmig stimmten sie in der von zahlreichen Zuhörern mit Spannung verfolgten Sitzung im Burger Senator-Thomsen-Haus gegen eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes 58, ebenso die Änderung des B-Planes 179.

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Die ursprünglichen Pläne der Bauherren aus Österreich sahen ein rund 15 Meter hohes Gebäude mit einer Frontlänge von 90 Metern vor – was insbesondere bei den Nachbarn am Meeschendorfer Strand, wozu auch vier Campingplätze gehören, auf erheblichen Widerstand gestoßen ist. Nicht allein wegen des befürchteten Schattenwurfs des Gebäudes auf ihre Anlagen zu bestimmten Tageszeiten.

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Nachbarin: Landschaftsbild wird zerstört

Katherin Kleingarn, besorgte Inhaberin des unmittelbar neben dem Grundstück liegenden Platzes „Insel-Camp Fehmarn“, ergriff in der Einwohnerfragestunde der Sitzung das Wort. Der geplante Baukörper sei mehr als doppelt so hoch wie die vorhandenen Gebäude auf diesem Gelände, bemerkte sie. Zwar habe sie nichts gegen Neuerungen, durch die der Standort Meeschendorf touristisch aufgewertet werde, aber dieses Projekt entspreche der Dimension von städtischen Großsiedlungen, insbesondere auch in Hinblick auf die Anbindung, die Parkplatzsituation sowie die Ver- und Entsorgung mit Strom und Wasser.

„Das Landschaftsbild würde massiv gestört“, sagte die Campingplatzbetreiberin. Erleichtert zeigte sie sich daher über den Beschluss des Ausschusses. Die Bauherren sollen nun aufgefordert werden, ein neues kleinteiliges und aufgelockertes Konzept mit halben Gebäudehöhen vorzulegen und nachbarschaftliche Belange zu berücksichtigen.

Bauausschuss lehnt weitere Projekte ab

Eine Absage erteilte der Bauausschuss an die Planungen in der Ortschaft Gold, wo ein Investor originelle Unterkünfte für Wassersportler und „Butzen“ für Familien bauen wollte. Auch für das Vorhaben, in Westermarkelsdorf weitere Stelzen-Wochenendhäuser zu bauen, fand sich keine Mehrheit. „Wir brauchen keine Ferienwohnungen mehr“, sagte der Ausschussvorsitzende Andreas Herkommer (SPD). Grünes Licht gab der Ausschuss hingegen für einen Antrag der CDU, dass die Stadt die Möglichkeiten eines „Grundwasser-Monitorings“ untersuchen soll, um regelmäßig Kontrollen durchführen zu können.

Von Michael Kirchner

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