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Ostholstein Feuerwehr im Fokus des Neujahrsempfangs
Lokales Ostholstein Feuerwehr im Fokus des Neujahrsempfangs
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16:46 07.01.2019
Neujahrsempfang der Gemeinde Grömitz in der Strandhalle: Sportler und Feuerwehrleute wurden geehrt. Mit dabei war auch Bürgermeister Mark Burmeister (parteilos). Quelle: Sebastian Rosenkötter
Grömitz

 Bürgermeister Mark Burmeister (parteilos) trägt Jackett und Hemd. Das ist normal. Die schwere silberne Kette um seinen Hals ist es nicht. Die Amtskette legt der Grömitzer nur zweimal im Jahr an – zum Empfang des Gildekönigs und jetzt beim Neujahrsempfang in der Strandhalle. Der Verwaltungschef nutzte die Gelegenheit, um die 165 Feuerwehrleute der sechs Wehren der Gemeinde zu ehren.

Verpflichtende Gespräche im ersten Quartal

Das verwundert wenig: Die Situation ist angespannt. Vor Weihnachten hat die Politik die Einführung einer Pflichtfeuerwehr beschlossen. Ohne neue Kameraden droht die Zwangsverpflichtung von Bürgern zwischen dem vollendeten 18. und 50. Lebensjahr. Burmeister erinnerte vor den 200 Gästen an die vielen gescheiterten Versuche, neue Ehrenamtler zu gewinnen. „Die Einführung einer Pflichtfeuerwehr ist das letzte Mittel, die Zahl der Kräfte zu erhöhen. Wir werden noch im ersten Quartal mit verpflichtenden Gesprächen beginnen“, kündigte er an.

Die Mitglieder der Feuerwehr wurden beim Neujahrsempfang der Gemeinde Grömitz geehrt. Quelle: Sebastian Rosenkötter

Zudem bat er alle Feuerwehrleute – „ob in Uniform oder in Zivil“ – vor die Bühne, erinnerte an die 134 geleisteten Einsätze im vergangenen Jahr. Anschließend ehrte Mark Burmeister Britta Sachau stellvertretend für die vielen Angehörigen, die immer wieder auf ihre Partner verzichten müssen, wenn ein Einsatz ansteht. Britta Sachau ist die Frau von Gemeindewehrführer Björn Sachau.

„Mutausbruch“ gefordert

Zuvor hatte Bürgervorsteher Heinz Bäker (FDP) äußerst klare Worte gefunden. Er kritisierte, dass viele Projekte zu langsam umgesetzt würden und warnte: „Lasst uns mal Tempo aufnehmen, bevor uns noch mehr Ostseebäder überholen oder überfahren.“ Stattdessen forderte er einen „Mutausbruch“ und schob hinterher, dass die „romantisch verklärte Erinnerung an Grömitz vor 30 Jahren“ den Gästen nicht gerecht werde. Zuvor hatte Bäker unter anderem von den Diskussionen rund um ein Hotel oberhalb des Jachthafens gesprochen. Zehn Jahre seien zu viel. „Auch der Dünenpark beschäftigt uns schon seit der Schließung des Freibades. Der weitere Ausbau der Seebrücke sollte im vergangenen Herbst fertig sein“, betonte er. Zudem tue sich kaum etwas in puncto Wohnungsbau hinter der Shell-Tankstelle am Ortseingang.

Schneller Internetausbau auf der Kippe

Keine gute, aber eine wenig überraschende Nachricht hatte Bürgermeister Mark Burmeister. Der Breitbandausbau von TNG Stadtnetz GmbH und Zweckverband Ostholstein in den Gemeinden Beschendorf, Grömitz, Kabelhorst, Kellenhusen und Manhagen droht zu scheitern. „Trotz der Verlängerung des Aktionszeitraums wurde die Quote von 60 Prozent nicht erreicht“, sagte er. Anders ausgedrückt: Es haben sich zu wenig Bürger für einen schnellen Internetvertrag entschieden. Nun soll es laut Burmeister bis Ende Januar/Mitte Februar eine finale Entscheidung geben, wie es weitergeht.

Dauerhaftes Wohnen statt Zweitwohnsitz

Darüber hinaus ging der Bürgermeister auf die Situation von Ferien- und Zweitwohnungen sowie bauliche Veränderungen ein. Ziel sei es, die Höhen und die Geschossigkeit im Unterdorf zu verringern. Zudem soll die Nutzung zugunsten dauerhaften Wohnens eingeschränkt werden. Zehn Bebauungspläne würden verändert. „Das ist ein Themenfeld, das größte Anstrengungen verlangt“, sagte Burmeister. Jedoch könne so dem Wohnraummangel für Einheimische entgegengewirkt werden.

Geehrte Sportler

Diese Sportler wurden beim Neujahrsempfang der Gemeinde Grömitz geehrt: Thilo Baasch, Nico Bendfeldt, Yannic Biallas, Clara Fenja Burmeister, Vivien Knoppik, Angelika, David und Johanna Kojellis, Marvin Kühl, Selin Öker, Jens Petersen, Finja Plath, Henrik Faasel, Stefan Reinke, Andreas Kern, Smilla Köhn, Anastasija Karaman, Tim und Jonas Kozian sowie Florian Campana. Nicht alle Sportler waren anwesend.

Sebastian Rosenkötter

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