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Ostholstein Gefährlicher Gefangener aus Psychiatrie ausgebrochen
Lokales Ostholstein Gefährlicher Gefangener aus Psychiatrie ausgebrochen
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10:36 04.04.2019
Ein Patient ist aus dem Haus 12, welches zur Forensik des Neustädter Ameos-Klinikums gehört, geflohen. Quelle: Sebastian Rosenkötter
Neustadt

Der 36-jährige Flensburger Jan F. ist in der Nacht zu Sonntag aus dem Ameos-Klinikum für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie in Neustadt verschwunden. „Offenbar hat der Mann das verschlossene und gesicherte Fenster seines Unterbringungsraums aufgebrochen, sich dann aus dem Fenster abgeseilt und einen 2,50 Meter hohen Zaun überwunden“, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in einer gemeinsamen Pressemitteilung am Nachmittag mit.

Das Verschwinden von Jan F. war am frühen Morgen, zwischen 2 und 4 Uhr, bemerkt worden, erläuterte Stephanie Gropp, die Sprecherin der Flensburger Staatsanwaltschaft. Bei der sofort eingeleiteten Nahbereichsfahndung sei auch ein Personenspürhund eingesetzt worden. Die Suche nach Jan F. hatte aber keinen Erfolg.

Deshalb entschlossen sich Staatsanwaltschaft und Polizei, am Sonntagnachmittag mit Fotos und einer Beschreibung von Jan F. an die Öffentlichkeit zu gehen. Unterdessen steht im Behördenhochhaus bei der Polizeidirektion Lübeck eine Einheit bereit, um Jan F. im Fall eines belastbaren Hinweises sofort festnehmen zu können.

Hinweise auf Gewaltbereitschaft

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Flensburg war Jan F. am 17. Dezember 2008 vom Landgericht Flensburg wegen schwerer Brandstiftung zur Unterbringung in der Klinik verurteilt worden. „Der Entwichene gilt als ausgesprochen gefährlich und gewaltbereit“, teilte Gropp mit. Dafür sprächen sowohl sein langes Vorstrafenregister, in dem es auch Eintragungen wegen Gewaltdelikten gebe, als auch die Einschätzung der Ärzte in der Neustädter Forensik.

Die hätten sich in seinen mehr als zehn Jahren in dem psychiatrischen Krankenhaus intensiv mit Jan F. befasst. Außerdem werde die Fortdauer der Unterbringung in regelmäßigen Abständen überprüft, wozu immer neue Gutachten als Grundlage dienten.

So wird der Flüchtige beschrieben

Jan F. ist ca. 1,73 Meter groß, 92 kg schwer und von kräftiger Statur. Er hat blaue Augen, eine Glatze und trägt Kinn- und Oberlippenbart.

Besonders auffällige Merkmale sind eine Narbe auf der Stirn und eine Narbe auf der rechten Halsseite. Ferner ist der Flüchtige stark tätowiert. Besonders auffällig ist ein großflächiges Schlangenmotiv auf dem rechten Unterarm. Der Mann ist sehr wahrscheinlich mit einer schwarzen Jogginghose bekleidet.

Anhaltspunkte, wohin Jan F. unterwegs sein könnte, haben Polizei und Staatsanwaltschaft nicht. Nach Angaben von Staatsanwältin ist Jan F. zwar in Flensburg geboren und auch dort verurteilt worden. „Es ist aber nicht bekannt, dass noch Angehörige von ihm in Schleswig-Holstein wohnen“, sagte Gropp.

Hinweise bitte an die Polizei in Lübeck (0451-131-4604), an jede andere Polizeidienststelle oder unter Tel. 110 an den Notruf der Polizei.

Es wird davor gewarnt, direkt an den Entwichenen heranzutreten. Informieren Sie stattdessen umgehend die Polizei.

Klicken Sie hier, um Bilder aus dem Maßregelvollzug der Ameos-Klinik Neustadt zu sehen, die in den letzten Jahren von LN-Reportern gemacht wurden.

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Klicken Sie hier, um mehr Nachrichten zur Ameos-Klinik Neustadt zu lesen

RND/kha/Susanne Peyronnet

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