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Ostholstein Neustädter Ärzte helfen in Nepal
Lokales Ostholstein Neustädter Ärzte helfen in Nepal
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13:46 20.12.2018
Postoperative Kontrolle bei einem Dorfmädchen durch die Ärzte von „Via Cordium“: Michael Konrad und Silvie Heilenkötter. Quelle: HFR
Neustadt

Mitglieder der Hilfsorganisation „Via Cordium“, die auch von Neustädter Ärzten gegründet wurde, waren erneut in Nepal unterwegs und habe ihre langjährige Arbeit für die Erdbebenopfer fortgesetzt. Im Fokus steht das kleine Dorf Jhule. Gemeinsam mit einer lokalen nepalesischen Organisation wird der Ort Stück für Stück gestärkt, durch Unterstützung der lokalen Grundschule, medizinische Hilfe, durch den Bau eines Gemeindehauses mit integrierter Krankenstation und Kindergarten.

Der Bau des Gemeindehauses und der damit integrierten Krankenstation schreitet voran. Quelle: HFR

Jetzt, kurz vor Weihnachten, reisten die beiden Neustädter Ärzte Silvie Heilenkötter und Michael Konrad nach Nepal. „Es war wieder eine sehr aufregende Zeit“, sagt Konrad nach seiner Rückkehr nach Neustadt. Doch wie haben die beiden Ärzte den Einsatz erlebt? Silvie Heilenkötter schreibt in ihrem Tagebuch: „Die Idee, ein Gemeindehaus für das Dorf zu errichten, kam von den Dorfbewohnern selbst, kurz nach der Erdbebenkatastrophe vor drei Jahren. Ein Ort des Austausches, ein Ort für erste medizinische Versorgung mit einer kleinen Krankenstation und einem Kindergarten für die Eltern, welche auf dem Feld ihr tägliches Brot verdienen müssen.“

Dorfbewohner packen mit an

Den Hang, welcher für das Bauprojekt auserwählt wurde, hätten die Dorfbewohner bereits vor zwei Jahren mit ihren Händen abgetragen. Inzwischen sei der sandige Hügel durch eine von „Via Cordium“ entworfene sowie finanzierte und von den Dorfbewohnern gebaute Stützmauer gegen den Erdrutsch bei Monsunregenfällen gesichert. „Auch die Gerüstpfeiler und das Dach des Gebäudes ragen empor. Wir haben eine Firma beauftragt, welche die Gebäudemauern liefern und aufbauen wird. Wir alle fiebern dem Moment der Einweihung des Hauses entgegen“, sagt Silvie Heilenkötter.

Die Freude der Kinder über die Geschenke war groß. Quelle: HFR

Während ihrer Zeit in Nepal kümmern sich die Ärzte auch um die medizinische Versorgung der Dorfbevölkerung. „Die Sprechstunde findet unter freiem Himmel statt, es werden Stühle und Tische aufgestellt, eine Untersuchungsliege improvisiert, Medikamente und Verbandstoffe ausgebreitet“, heißt es in dem Tagebuch. Neben Atemwegsinfektionen, Magen-Darmerkrankungen und Gelenkbeschwerden habe es auch das ein oder andere chirurgische Problem zu lösen gegeben.

Frau kann nicht gerettet werden

Als besonders bewegend bezeichnet die Ärztin das Schicksal einer 49-jährigen Frau des Dorfes. „Sie liegt seit zwei Monaten auf einer Matte in ihrer Hütte, eingehüllt in Decken. Sie ist abgemagert und kann kaum sprechen. Mit der Unterstützung unserer nepalesischen Freunde organisieren wir die Untersuchung der Patientin im Krankenhaus. Erst nach unserer Abreise haben wir erfahren, dass die Frau unter einem Tumor leidet, welcher bereits fortgeschritten und nicht mehr heilbar ist.“ Dies hat den Vereinsmitgliedern die enormen Unterschieden zwischen Deutschland und Nepal erneut bewusst gemacht.

Sebastian Rosenkötter

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