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Ostholstein Das große Fest der Gilde
Lokales Ostholstein Das große Fest der Gilde
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15:26 22.06.2019
Pünktlich um 10.30 Uhr startete die Neustädter Schützengilde vom Netzplatz des Fischervereins zum großen Umzug durch den Hafen. Quelle: Louis Gäbler
Neustadt

Das Donnern der Kanonenschläge wirkte am Sonnabendmorgen wie ein Weckruf. Spätestens da wussten alle Bürger, dass die Neustädter Schützengilde wieder Vogelschießen feiert. Nach dem Abholen des amtierenden Königs Thomas Knop folgte – mit einigen Zwischenstationen – der Marsch durch die Stadt. Ziel war letztlich der Schützenplatz am Gogenkrog.

Traditionell zwei Wochen nach Pfingsten läutet die Schützengilde von 1244 mit dem Vogelschießen Jahr für Jahr die fünfte Jahreszeit in Neustadt ein. Für den bis dahin amtierenden König Thomas Knop endete die Amtszeit, in den späten Abendstunden fiel der Königsschuss und es wurde ein neuer König proklamiert (siehe LN am Dienstag).

Schützengilde freut sich über viele Gäste

Wie gut die Neustädter Schützen in das Ostholsteiner Gildewesen eingebunden sind, bewiesen wieder die vielen Besucher-Abordnungen: die Alte Gruber Bürgergilde von 1275 war dabei, die Grömitzer Bürgergilde von 1492, der Gesellige Verein aus Bujendorf und die Eutiner Schützengilde von 1668.

Langer Marsch durch die Stadt

Alle marschierten gemeinsam zunächst vom Rathaus zum alten König, von dort zurück zum Marktplatz, dann weiter zum Erfrischungsstopp auf den Netzplatz des Fischervereins und schließlich um den Hafen herum zum Schützenplatz am Gogenkrog. Nach dem Einrücken in die Gildehalle ging es traditionell weiter: Es folgte die „Vaterländische Rede“, die in diesem Jahr Sebastian Schmidt hielt, und ein zünftiges Frühstück.

„Das Besondere am Neustädter Vogelschießen ist nicht, dass das Fest seit Jahrzehnten unverändert gefeiert wird, sondern vielmehr, dass es von allen Generationen mitgefeiert wird“, betonte der 1. Ältermann Dr. Rolf Stolley. Am frühen Nachmittag begann dann das eigentliche Vogelschießen, für die jüngeren Besucher gab es Lichtpunktschießen, Glücksraddrehen und Karussells. Hüpfburg und Torwandschießen hielten auch die Jüngsten bei Laune – und Papa den Rücken frei.

Louis Gäbler

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