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Ostholstein Er soll Schulen und Kultur zusammenbringen
Lokales Ostholstein Er soll Schulen und Kultur zusammenbringen
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16:52 20.03.2019
Mano Salokat (44), Lehrer der Neustädter Schule am Rosengarten, ist ab dem 1. August 2019 Kreisfachberater für kulturelle Bildung. Quelle: Sebastian Rosenkötter
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Neustadt

Das Bildungsministerium will ein landesweites Netzwerk für kulturelle Bildung an Schulen aufbauen. Ab August soll es in allen Kreisen und kreisfreien Städten Fachberater geben. Die zuständige Ministerin Karin Prien (CDU) betont: „Kulturelle Bildung lebt vom Austausch zwischen Kulturschaffenden, Kulturinstitutionen und Schulen. Sie braucht Menschen, die Verbindungen knüpfen und Schulen dabei unterstützen, sich ein Kulturprofil zu geben. Ich freue mich, dass wir dafür engagierte Lehrkräfte gewinnen konnten.“

In Ostholstein soll der Neustädter Mano Salokat den Job übernehmen. Der 44-Jährige arbeitet als Lehrer an der Förderschule am Rosengarten. Die Zahl seiner Unterrichtsstunden will er für das neue Projekt halbieren. Er betont aber: „Ich möchte Klassenlehrer bleiben. Das ist mein Beruf. Ich arbeite gerne mit Kindern zusammen.“

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Langjährige Erfahrungen als Netzwerker

Salokat kann durchaus als Experte auf dem Gebiet der Vernetzung bezeichnet werden. Gemeinsam mit anderen Ehrenamtlern hat er den Verein Kinder- und Jugendnetzwerk Neustadt aufgebaut, internationale Jugendbegegnungen organisiert, die Lehrertafel gegründet und Projekte wie die Kinderkulturkarawane, die Generationenband 23 sowie Nachmittagsangebote für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen. Er betont, dass all dies stets in enger Kooperation mit zahlreichen weiteren Akteuren geschehen sei.

Dass sich Mano Salokat auf den Posten als Fachberater beworben hat, begründet er wie folgt: „Das was ich in Neustadt erreicht habe, möchte ich gerne auf andere Städte und Kommunen ausweiten.“ Entscheidend für das Gelingen von Netzwerkarbeit sei eine positive Einstellung. „Alle sollen voneinander profitieren. Ich wünsche mir, dass Schulen mit Projektideen an mich herantreten“, sagt er.

13,5 Stunden pro Woche

Der Lehrer sieht sich als eine Art Vermittler, der Schulen und Akteure von außerhalb zusammenbringt. Zudem hat er Erfahrung beim Beantragen von Fördergeldern. „Das ist häufig gar nicht schwer, aber man muss wissen, wie es funktioniert“, erläutert er. Auch gehe es darum, Ideen zu geben, Projektkonzepte zu entwickeln und das schulspezifisch und schulartenübergreifend. Für all das wird er wöchentlich 13,5 Stunden Zeit haben.

Laut Bildungsministerium steht in den kommenden Monaten noch eine Weiterbildung an. Salokat und die anderen Kreisfachberater sollen lernen, wie sie Fortbildungsangebote für Lehrkräfte und Kulturschaffende planen. Eines der übergeordneten Ziele sei es, ein landesweites Netzwerk der Berater aufzubauen. Darüber hinaus ist vorgesehen, neue Konzepte der Museumspädagogik und der Erinnerungskultur zu entwickeln.

Selbstbewusstsein stärken

Für den Neustädter Mano Salokat, der für sechs Jahre zum Berater berufen wird, steht der persönliche Austausch mit anderen Lehrkräften, Ehrenamtlern, Schülern, Sponsoren und weiteren Mitstreitern im Fokus. Zudem gehe es darum, Kinder und Jugendliche zu fördern und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Eines ist für den engagierten Lehrer klar: „Projektarbeit ist mit klassischem Unterricht nicht zu vergleichen.“

Wer mehr erfahren möchte, erreicht Mano Salokat in der Schule unter der Nummer 045 61/51 99 10.

Sebastian Rosenkötter