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Ostholstein Niederländer bauen Arbeitshafen für Belt-Tunnel
Lokales Ostholstein Niederländer bauen Arbeitshafen für Belt-Tunnel
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11:35 17.02.2020
Der Arbeitshafen Lolland werde sich 500 Meter weit in den Fehmarnbelt erstrecken und mit 500 000 Quadratmetern etwa doppelt so groß sein wie der bestehende Fährhafen von Rødbyhavn. Quelle: Femern A/S
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Fehmarn/Rødby

Nach mehrmonatiger Planung wird das von Femern A/S beauftragte niederländische Baukonsortium Fehmarn Belt Contractors (FBC) in Kürze damit beginnen, östlich von Rødbyhavn den Arbeitshafen auf Lolland zu errichten, der für den Bau des Fehmarnbelttunnels notwendig ist.

Das Konsortium aus den Unternehmen Boskalis und Van Oord verfüge über große Erfahrung im Wasserbau und sei weltweit tätig, teilte Femern A/S mit. Während sich Ingenieure und Experten von FBC mit der Detailplanung für den Arbeitshafen beschäftigt hätten, haben andere Baufirmen die Baustelle bereits erschlossen, sodass das FBC-Konsortium dort mit der Arbeit beginnen kann. Unter anderem wurden die Strom-, Wasser- und Abwasserversorgung hergestellt, Straßen gebaut sowie ein Entwässerungssystem hergestellt.

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Aushubarbeiten starten im Sommer

„Im vergangenen Jahr haben wir als Bauherr das Areal bei Rødbyhavn vorbereitet. Jetzt kann es von den Bauunternehmen übernommen werden“, sagte Jens Ole Kaslund, Technischer Direktor von Femern A/S. Die ersten niederländischen Arbeiter würden in Kürze auf Lolland erwartet. Im Sommer solle mit den Aushubarbeiten im künftigen Hafenbecken und mit der Errichtung der Bauwerke begonnen werden kann.

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Femern A/S: Ein wichtiger Meilenstein

Die Errichtung des Arbeitshafens auf Lolland sei für die Fehmarnbeltquerung ein wichtiger Meilenstein, erklärte Femern A/S. Hier würden die Materialien für den Bau der Tunnelelementfabrik ankommen, was wiederum eine Reduzierung von zusätzlichem Straßenverkehr in der Bauphase bedeutet. Auch die Tunnelelemente würden später über den Arbeitshafen in den Fehmarnbelt geschleppt.

Doppelte Größe des Fährhafens

Der Arbeitshafen Lolland werde sich 500 Meter weit in den Fehmarnbelt erstrecken und mit 500 000 Quadratmetern etwa doppelt so groß sein wie der bestehende Fährhafen von Rødbyhavn. Zu den geplanten Arbeiten gehören unter anderem die Herstellung des Hafenbeckens, der Bau von Wellenbrechern und die Erstellung von Schutzdämmen beziehungsweise die Sicherung der künftigen Landgewinnungsflächen.

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Von lg

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