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Ostholstein Maskottchen für den guten Zweck: Oldenburger Hospizglucke sucht einen Namen
Lokales Ostholstein

Oldenburg: Mützenherz näht Hospizglucken für den guten Zweck

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13:00 12.01.2022
Über 100 Tiere sind schon in liebevoller Handarbeit entstanden: Astrid Heide (r.) und Christiane Fritsch präsentieren die Oldenburger Hospizglucke.
Über 100 Tiere sind schon in liebevoller Handarbeit entstanden: Astrid Heide (r.) und Christiane Fritsch präsentieren die Oldenburger Hospizglucke. Quelle: Maike Wegner
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Christiane Fritsch ist schon in Serienproduktion gegangen: 100 kleine Glucken hat sie in den letzten Wochen genäht – alle für den guten Zweck. Denn das Oldenburger Hospiz soll ein Maskottchen bekommen: Und zwar die Oldenburger Hospizglucke. Genäht werden die kleinen Tiere von Ostholsteiner Ehrenamtlern der Gruppe Mützenherz. Nun wird nach einem Namen gesucht.

„Es gab im Herbst letzten Jahres die Anregung, dass jedes Hospiz ein Maskottchen braucht“, erzählt Astrid Heide, die das Nähprojekt koordiniert. „Und da kamen wir schnell auf die Glucke, weil sie für bemuttern und umsorgen steht.“ Den Prototyp hat Hobby-Näherin Christiane Fritsch entworfen. „Ein paar Anläufe hat es gebraucht, dann war die Hospizglucke perfekt“, sagt sie. „Es macht mir so viel Spaß, sie zu nähen, das entspannt mich richtig.“

Die Oldenburger Hospizglucke gibt in verschiedensten Mustern und Farben – gegen eine Spende für den Förderverein Hospiz Wagrien-Fehmarn. Quelle: Maike Wegner

Für den guten Zweck sollen die kleinen Hühner ab Ende Januar in Apotheken in Oldenburg, Heiligenhafen und auf Fehmarn abgegeben werden. Wer einem genähten Tier ein neues Zuhause geben möchte, der kann im Gegenzug etwas in die aufgestellten Spendenboxen legen. Das Geld geht an den Förderverein Hospiz Wagrien-Fehmarn, der sich für den Bau eines Hospizes in Oldenburg stark macht.

Was die künftigen Glucken-Besitzer spenden, bleibt ihnen überlassen. Astrid Heide und ihre Mitstreiterinnen bauen darauf, dass die Ostholsteiner zu schätzen wissen, wie viel Arbeit in der Anfertigung der filigranen Tierchen steckt. Dazu kommen Materialkosten für die Stoffe und das Zubehör. In welchen Apotheken die Glucken genau erhältlich sind, wird noch bekannt gegeben. Wer es aber nicht in den Norden Ostholsteins schafft, kann auch über die Mützenherz-Gruppe direkt ein Tier erhalten. Wer Kontakt aufnehmen möchte, kann das über die Facebook-Seite oder per E-Mail an muetzenherz@web.de tun.

Die Glucke braucht noch einen Namen

Noch hat die Oldenburger Hospizglucke übrigens keinen Namen. Das soll sich aber schon bald ändern. „Bis zum 20. Januar nehmen wir Vorschläge entgegen“, erzählt Astrid Heide. „Dann setzen wir uns mit dem Förderverein zusammen und wählen die beste Idee aus. Der Gewinner bekommt von uns dann ein Überraschungspaket.“ Vorschläge können über Facebook, Instagram oder per E-Mail an die Mützenherz-Gruppe eingereicht werden.

Von Maike Wegner