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Ostholstein Oldenburg will Wall sichtbarer machen
Lokales Ostholstein Oldenburg will Wall sichtbarer machen
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19:04 15.02.2019
Der Oldenburger Wall soll in Zukunft nicht nur aus der Luft gut sichtbar sein, sondern vor allem für Autofahrer, die die nördliche Zufahrt in die Stadt wählen.
Der Oldenburger Wall soll in Zukunft nicht nur aus der Luft gut sichtbar sein, sondern vor allem für Autofahrer, die die nördliche Zufahrt in die Stadt wählen. Quelle: Louis Gäbler
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Oldenburg

Der Oldenburger Wall soll in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt werden. Bauamtsleiter Stefan Gabriel nennt das historische Bauwerk ein Alleinstellungsmerkmal, dessen Sichtbarkeit nicht richtig gegeben sei. Im Wirtschafts- und Stadtentwicklungsausschuss betonte er, dass die Eingangssituation sehr wohl aufgewertet werden könne, lediglich ein Eingriff in den Untergrund nicht zu stark ausfallen dürfe.

Burgtorstraße steht im Fokus

Darüber, dass der Wall sichtbarer werden soll, besteht politische Einigkeit. Diskussionsbedarf gibt es über das Wie. Zudem spielt die Einbindung der Bürger eine wichtige Rolle. Ausschussmitglied Torsten Ewers (SPD), der zugleich Vorsitzender der Stiftung Oldenburger Wall ist, plädierte dafür, eine Art Ideenwettbewerb zu initiieren, um verschiedene Varianten zu bekommen. Im Fokus steht die Fläche rund um den Zugang von der Burgtorstraße. Stefan Gabriel erläuterte, dass es kaum Befunde für den Nachbau eines Eingangsbereichs gebe. Somit käme auch eine moderne Konstruktion in Betracht. Zusätzlich sprach er sich für das Aufstellen von Bänken und Infotafeln sowie eine Verbesserung der Verbindungssituation in Richtung Markt aus.

Deutliche Kritik kam mehrfach von Dr. Henning Andrees (FDP). Der zuvor angeregte Bau eines Parkplatzes am Zugang Burgtorstraße würde die Sicht verderben. „Wir wollen kein Disney Land“, sagte er. Ewers entgegnete, dass es sich lediglich um fünf bis acht Plätze handeln würde. Grünen-Vertreter Jörg Wehrend indes regte an, Platz für Reisebusse zu schaffen, so dass Besucher zumindest in unmittelbarer Nähe aussteigen könnten.

Verwaltung soll weiter planen

Silke Drews-Jacobsen (CDU) betonte, dass Detailfragen mit Hilfe des Wettbewerbs geklärt würden. „Es ist gut, dass es losgeht. Den Punkten der Verwaltung kann man ohne Bedenken zustimmen.“ Ganz so kam es aber nicht: Nach kurzer, aber heftiger Diskussion erreichte Andrees, dass die Verwaltung aufgefordert wird, nicht nur Ideen für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität zu sammeln und die benötigten Kosten zu ermitteln, sondern auch, dass der Wallzugang, die Stellplatzanlage und Infotafeln in eben diesem Vorgang enthalten sind. Wie genau es weitergeht, soll in naher Zukunft thematisiert werden.

Stadtmanager will Bürger einbinden

Ebenfalls Thema der Sitzung waren die knapp 100 ersten Tagen von Stadtmanager Alexander Hass. Dieser stellte seine Arbeit mit einer multimedialen Präsentation anschaulich dar. Unter anderem sei ein Logo (Oldenburg lächelt) entwickelt und eine Internetseite (www.stadtmarketing-oldenburg.de) in Auftrag gegeben worden. In den kommenden Monaten soll unter anderem ein Einkaufs- und Gastronomieführer herausgegeben werden. Zudem gehe es darum, zusammen mit den Bürgern eine Marke zu entwickeln. Eine entsprechende Umfrage und Einbindung sei geplant.

Sebastian Rosenkötter