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Ostholstein Oldenburg will einen Wohnmobilplatz einrichten
Lokales Ostholstein Oldenburg will einen Wohnmobilplatz einrichten
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18:21 01.12.2017
Mehr Wohnmobile sollen künftig in Oldenburg halten können. Die Stadt will einen neuen, größeren Stellplatz schaffen. Quelle: Foto: Markus Scholz/dpa
Oldenburg

Bisher gibt es in Oldenburg lediglich auf dem Parkplatz des Wallmuseums einige wenige Stellplätze für Wohnmobile. Die CDU-Fraktion hat nun angeregt, zusätzliche – und komfortablere – Aufenthaltsmöglichkeiten für Wohnmobilisten herzurichten. Ein entsprechender Antrag war in einer früheren Ausschusssitzung einstimmig befürwortet worden. Diesmal ging es in erster Linie um die Frage, welches Gebiet sich für das Vorhaben eignet. Vor allem zentral müsse der Standort sein, waren sich die Ausschussmitglieder einig. Das Ziel sei nicht, einen Campingplatz einzurichten, stellte Susanne Knees (CDU) klar, als Stadt ohne Strand könne Oldenburg touristischen Angeboten in der Umgebung damit kaum Konkurrenz machen. Stattdessen „möchten wir erreichen, dass Urlauber auf der Durchreise ein oder auch zwei Nächte bei uns bleiben, einkaufen oder sich die Stadt anschauen“, sagte die Kommunalpolitikerin.

Ver- und Entsorgungsstation, Duschen und Toiletten wichtig

Entsprechend werde auch keine besonders hohe Aufenthaltsqualität benötigt, pflichtete Hans-Jürgen Löschky (FDP) bei. Wichtig seien jedoch eine Ver- und Entsorgungsstation, Duschen, Toiletten und Strom. Dieser Einschätzung folgte der Ausschuss geschlossen: Einstimmig wurde festgelegt, dass der Platz mit den genannten Angeboten ausgestatten werden soll.

Bei der Standort-Frage gingen die Meinungen auseinander. Zwar wurden diverse Areale wegen ihrer Entfernung zur Innenstadt mit großer Mehrheit abgelehnt. Auch der Parkplatz des Wallmuseums landete mit nur zwei Befürwortern nicht in der engeren Auswahl. Umstritten war auch die Lage im Sonnenweg, die es am Ende knapp in die nächste Runde schaffte (4 : 3 Stimmen). Während etwa Torsten Ewers, der als bürgerliches Mitglied für die SPD im Ausschuss sitzt, davor warnte, mit einem Wohnmobil-Stellplatz den Grüngürtel der Stadt zu zerschneiden, hielt Wolfgang Seidel (FBO) dagegen, die betreffenden Knicks seien wegen ihrer geringen Höhe „kaum raumtrennend“ und der Standort müsse „ja auch schön sein“.

Die meisten Ja-Stimmen erhielten zwei Flächen im Langen Segen: der Parkplatz an der Ecke zur Burgtorstraße und ein Acker ein Stück weiter Richtung Autobahn. Letzterer gehört laut Bauamtsleiter Stefan Gabriel allerdings – bisher – nicht der Stadt und es müsse zunächst mit dem Eigentümer geklärt werden, ob dieser überhaupt zum Verkauf bereit sei.

Die Verwaltung will die bevorzugten Standorte nun prüfen und die Kosten für die Einrichtung eines Wohnmobilplatzes ermitteln. Auch soll bei privaten Investoren abgeklopft werden, ob Interesse besteht, den Platz zu betreiben. Noch ist nicht entschieden, ob die Stadt das Projekt am Ende in die eigene Hand nimmt oder abgibt.

Von Jennifer Binder

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