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Ostholstein Das Rathaus muss dringend saniert werden
Lokales Ostholstein Das Rathaus muss dringend saniert werden
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18:45 26.06.2019
Hier ist es besonders schlimm: Bürgermeister Martin Voigt zeigt das Trauzimmer des Oldenburger Rathauses. Es kann derzeit nicht genutzt werden, weil Schimmel in den Wänden ist. Quelle: Gäbler
Oldenburg

Das Oldenburger Rathaus weist bauliche Mängel auf, die eine Sanierung aus Verwaltungssicht unumgänglich machen: Schimmel, zahllose defekte Fenster, brandschutzrechtliche Probleme, nur eingeschränkte Barrierefreiheit und die Räumlichkeiten reichen nicht mehr aus, um alle Mitarbeiter unterzubringen. Mit diesem Problempaket müssen sich die Stadtvertreter am Donnerstag, 27. Juni, beschäftigen. Getagt wird in der Mensa der Wagrienschule (Hoheluftstraße 13), Beginn ist um 19 Uhr.

Das historische Oldenburger Rathaus ist sanierungsbedürftig. Die Stadtvertretung berät am Donnerstagabend die notwendigen Maßnahmen. Quelle: Gäbler

„Ziel ist es, das Rathaus so zu ertüchtigen, dass die Verwaltungsarbeit nach den heute geltenden Vorschriften sicher betrieben werden kann und somit auch in den kommenden Jahren von allen Nutzern als modern und zeitgemäß wahrgenommen wird“, sagt Bürgermeister Martin Voigt (parteilos).

In der Stadt wird von reinen Baukosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro ausgegangen. Der Planungsauftrag wurde bereits nach einem Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb vergeben. Ein europaweites Ausschreibungsverfahren war nicht notwendig, da die Auftragssumme der Architektenleistung unter dem EU-Schwellenwert von 221 000 Euro liegt. Das Architekturbüro Schneekloth aus Lütjenburg ist als Sieger hervorgegangen und soll nun mit der Planung beauftragt werden.

Vier Büros sagten in der Bewerbungsphase ab

Voigt: „Insgesamt waren sechs versierte Büros dazu aufgefordert, Angebote einzureichen. Alle sind in den Kreisen Ostholstein, Plön sowie in Lübeck ansässig. Alle wären auch gut geeignet gewesen. Während der Bewerbungsphase sagten jedoch vier ab.“ Die verbliebenen Büros waren dann zu einem Verhandlungsgespräch eingeladen worden.

Bewertet wurden letztlich die Aspekte: Erfahrungen des Bewerbers mit gleichartigen Projekten (Verwaltungsbau und Brandschutz), Auftragsanalyse (Aufgabenverständnis, Vorgehensweise, Methodik, Lösungsansätze, Chancen- und Risikoanalyse), Terminplan und Projektorganisation sowie das Honorarangebot.

Brandschutz muss vergeben werden

Alle drei Jury-Mitglieder sahen in voneinander unabhängiger Bewertung in den Punkten Erfahrungen, Auftragsanalyse und Terminplan und Projektorganisation das Büro Schneekloth vorne. „Nach derzeitigem Stand“, sagt Voigt weiter, „muss vermutlich als einzige Fachplanerleistung das Brandschutzkonzept einzeln vergeben werden.“

Lüften aufgrund hochsommerlicher Temperaturen ist nicht möglich: Die Metallfenster sind fast durchweg defekt. Ein Schild weist darauf hin, dass sie nicht geöffnet werden können. Quelle: Gäbler

Die weiteren Themen des Abends

Weitere Themen des Abends sind die Kanalsanierung im Bereich Heiligenhafener Chaussee und Burgtorstraße, die Schulsozialarbeit (Antrag des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums auf Erhöhung der Stundenzahl von 25 auf 30 Stunden wöchentlich), die Verlegung des Bahnhaltepunktes und ein Antrag der CDU-Fraktion auf Ergänzung der Ortseingangsschilder.

Louis Gäbler

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