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Ostholstein Einwohner fragen Bürgermeister-Kandidaten: Naß und Saba im Duell
Lokales Ostholstein Einwohner fragen Bürgermeister-Kandidaten: Naß und Saba im Duell
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12:09 06.05.2019
Moderator Andreas Rackow (Mitte) mit den Kandidaten Jörg Saba (l.) und Burkhard Naß. Quelle: Saskia Bücker
Oldenburg

Eines stellte Moderator Andreas Rackow bei der Vorstellungsrunde der Oldenburger Bürgermeister-Kandidaten im Schützenhof schnell fest: „Verwaltungserfahrung macht realistisch.“ Großspurige Wahlversprechen gab es am Freitagabend weder von Jörg Saba (parteilos, unterstützt von SPD und Grünen) noch von Burkhard Naß (parteilos, unterstützt von CDU und FDP). Stattdessen machten beide Rathaus-Mitarbeiter deutlich, dass sie sich der finanziellen Situation Oldenburgs bewusst seien und sich nicht jeder Wunsch sofort erfüllen lasse.

Burkhard Naß (56) trat mit dem Leitsatz an, er wolle „Oldenburg liebenswerter und lebenswerter machen“. Außerdem habe er „keine Angst vor Entscheidungen“. Jörg Saba (52) sagte, er stehe „für Kommunikation und Bürgerbeteiligung“. Für ihn stehe bei der Arbeit in der Stadtverwaltung „der Teamgedanke im Vordergrund“.

Aussagen der Bürgermeister-Kandidaten in Oldenburg ähnelten sich in vielen Punkten

Inhaltlich waren sich die beiden Kandidaten bei vielen Themen relativ einig. Beide plädierten dafür, sich mit Blick auf neue Entwicklungen wie die geplante Verlegung des Bahnhaltepunkts in Richtung Göhl mit dem Verkehrsaufkommen und der Verkehrsführung zu befassen. Beide wollen zusätzliche und bedarfsgerechte Kita-Plätze, bezahlbaren Wohnraum, neue Gewerbeflächen und ein Bürgerbus-Modell als Ergänzung für den öffentlichen Personennahverkehr.

Und beide erklärten, ein Schwimmbad sei zwar wünschenswert, mit Blick auf aktuelle Mammut-Projekte wie den Neubau beziehungsweise die Sanierung der Schulen und die Umgestaltung der Innenstadt derzeit jedoch nicht zu realisieren.

Wer wird der neue Bürgermeister von Oldenburg? Vor der Wahl am 26. Mai haben Einwohner die Kandidaten Burkhard Naß und Jörg Saba im Schützenhof mit Fragen gelöchert.

Unterschiede wurden vor allem bei den Vorstellungen zum Thema Wohnraum deutlich. Während sich Burkhard Naß dafür aussprach, den Wohnungsbau privaten Investoren zu überlassen, plädierte Jörg Saba für eine kommunale Initiative wie etwa in Grömitz. Wohnungsbaugesellschaften hätten die Kraft, entsprechende Projekte umzusetzen, sagte Burkhard Naß. Entsprechende Vorhaben an Investoren abzugeben, schließe sozialen Wohnungsbau nicht aus.

Jörg Saba hielt dagegen, dass es schon zu Zeiten der Flüchtlingskrise Gespräche mit potenziellen Investoren gegeben habe, um sozialen Wohnraum zu schaffen – ohne Ergebnis. „Investoren wollen Geld verdienen“, betonte er. Die Stadt sei selbst in der Pflicht, bezahlbare Unterkünfte für ihre Einwohner zu schaffen.

Einige Zuschauer waren enttäuscht, andere sehr zufrieden

Bei den etwa 350 Zuschauern gingen die Meinungen nach der etwa zweistündigen Frage-Antwort-Runde auseinander. „Es wurde sehr viel geredet, aber nichts Konkretes gesagt“, lautete beispielsweise das Fazit von Rolf Braun (71).

Bärbel Nikodem (70) dagegen hat die Veranstaltung nach eigener Aussage viel gebracht: „Einer der beiden Kandidaten hat auf mich einen sehr guten Eindruck gemacht, weil er sehr ehrlich gewirkt hat“, sagte sie. Vor dem Abend habe sie nicht gewusst, wen sie wählen werde – aber jetzt schon.

Was die Bürgermeister-Kandidaten im LN-Interview sagen, lesen Sie hier.

Jennifer Binder

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