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Ostholstein Original WM-Tor von 2014 steht jetzt an der Ostsee
Lokales Ostholstein Original WM-Tor von 2014 steht jetzt an der Ostsee
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19:04 26.06.2019
Selfie mit Fußball-Legenden: David Depenau (mit Smartphone) und seine Gäste Andreas Brehme (vorne), Harry Bähre, (links) und Manfred Kaltz rechts. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Weissenhäuser Strand

Am 13. Juli 2014 schaut die Welt nach Brasilien. Im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft stehen sich im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro zwei Giganten gegenüber: Deutschland und Argentinien. 80 000 Zuschauer verfolgen das Spiel im Stadion, Millionen Menschen sitzen weltweit am heimischen Fernseher. Bis in die Verlängerung hinein steht es 0:0. Dann versenkt Mario Götze in der 113. Minute den Ball im argentinischen Tor. Deutschland ist Weltmeister. Das Original-WM-Tor ist genau 7,32 Meter breit und steht jetzt in Ostholstein – ersteigert bei Ebay für 21 050 Euro vom Ferienzentrum Weissenhäuser Strand.

Mario Götze macht Deutschland zum Weltmeister

Zur feierlichen Eröffnung des Stadion-Nachbaus im Ferienpark hat Geschäftsführer David Depenau eine illustre Fußballer-Runde eingeladen: Manni Kaltz, Andi Brehme und Harry Bähre sind an die Ostsee gekommen, um das WM-Tor einzuweihen. Ebenfalls dabei Riccardo Postai, der ehemalige Besitzer des brasilianischen Hotels für die deutsche WM-Mannschaft. Gemeinsam mit Oliver Bierhoff hatte er das „Campo Bahai Hotel“ entwickelt. Nur Uwe Seeler fehlte, eines seiner Enkelkinder feierte am Mittwoch Hochzeit.

Bevor es in das mit viel Liebe und jeder Menge Informationen ausgestattete Maracanã-Stadion ging, gab es eine Talkrunde – der Hitze geschuldet draußen auf der Terrasse des Dschungellandes. Umgeben von Dutzenden Hotel- und Ferienparkgästen, die den „WM-Talk“ miterleben wollten, beantworteten Manni Kaltz, Andi Brehme und Harry Bähre geduldig die Fragen des Moderators zur WM 2014: Wo sie die Spiele erlebt haben? Was sie beim 7:1-Sieg über Brasilien empfunden haben? Was sie damals mitgerissen hat? Außerdem gab es noch die eine oder andere Schmonzette aus dem Fußballer-Leben.

Festnahme am Maracanã-Stadion

Ferienpark-Chef Depenau trug sein Erlebnis bei: Er war damals selbst in Rio de Janeiro und wollte sich in den letzten Minuten vor dem Anpfiff des Finales noch eine WM-Karte direkt am Stadion besorgen. Er sprang aus dem Taxi, überwand eine sechsspurige Straße und wurde prompt von der Stadion-Polizei festgenommen.

Der Grund: Er hatte sich dem rückwärtigen Eingang des Stadions genähert. Der war nur für Spielerbusse und der Zutritt verboten. „Wusste ich nicht. Aber alles klärte sich schnell auf“, sagte Depenau. Inzwischen hatte das WM-Finale begonnen. Also ging er an den Strand, wo er – wie Tausende andere auch – das Spiel beim Public Viewing verfolgte.

Für Fans eine echte Devotionalie

Zurück an die Ostsee: Nach der Talkrunde folgte die feierliche Freigabe des WM-Tores: 7,32 Meter deutsche Fußballgeschichte. Eigentlich normales Alu-Rundrohr, aber für Fans eine echte Devotionalie – ein Heiligtum. Besucher können die Stimmung damals im Stadion ab sofort selbst nachempfinden (siehe Infostück): Im Gebäude des Dschungellandes folgt man dem Wegweiser „Zum Spielfeld“, betritt den Spielertunnel, hört dort bereits den Stadionjubel.

Werden Sie zum WM-Helden!

Sie können auch den Ball ins Tor zaubern wie Mario Götze? Stellen Sie Ihr Können unter Beweis und versuchen Sie, den Torschuss auf das Original WM-Tor von 2014 nachzuahmen. Wer das schafft, darf sich über eine individuelle Urkunde mit Namen und ein persönliches Erinnerungsfoto freuen. Der Eintritt kostet fünf Euro pro Person. Weitere Information auf dieser Webseite.

Hier kann jeder versuchen, Mario Götzes Tor nachzuschießen. André Schürrle hatte sich den Ball geholt, war über den linken Flügel geprescht, hatte dabei mehrere Gegenspieler abgeschüttelt und ihn dann vors Tor der Argentinier gespielt. Die Gauchos hatten Götze einen Moment aus den Augen gelassen, der stahl sich in den Strafraum, nahm die Schürrle-Flanke mit der Brust und schoss den Ball in der 113. Minute zum 1:0-Sieg für Deutschland in die Maschen der Argentinier. Der Rest war Jubel in Schwarz-Rot-Gold und tiefe Depression in Blau-Weiß.

So kam das Tor an die Ostsee

13. Juli 2014: Beim Finale der Fußball-WM in Rio de Janeiro (Brasilien) standen sich Deutschland und Argentinien im Maracanã-Stadion gegenüber. In der 113. Minute erzielte Mario Götze das entscheidende 1:0 und machte Deutschland damit zum vierten Mal zum Weltmeister – und das Tor zu einem Stück Fußballgeschichte.

Juni 2018: Vier Jahre lang stand das Tor in den Katakomben des Maracanã-Stadions, bis Ebay es nach Deutschland holte, um es zu versteigern. Der Erlös wurde zu 100 Prozent zweckbezogen für Projekte in Brasilien an „Ein Herz für Kinder“ (BILD hilft e. V.) gespendet.

19. Juli 2018: Der Ferien- und Freizeitpark Weissenhäuser Strand hatte mitgeboten und das höchste Gebot abgegeben. Geschäftsführer David Depenau ersteigerte „Das unvergessene Tor“ für 21 050 Euro. Im Abenteuer-Dschungelland hat es seine neue Heimat gefunden.

26. Juni 2019: Einweihung des Tores im Ferienzentrum.

Louis Gäbler

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