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Ostholstein So schick sind Ostholsteins Design-Hotels
Lokales Ostholstein So schick sind Ostholsteins Design-Hotels
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18:36 25.03.2019
Hier war vor dem Umbau das Schwimmbad – jetzt findet sich an dieser Stelle die Wohnzimmer-Lounge des „Barefoot“-Hotels in Timmendorfer Strand, das sich am „Tag der offenen Tür“ anderen Gastgebern präsentierte. Quelle: Sabine Latzel
Ostholstein

Diese Hotelgäste sind anders: Sie werfen sich nicht als erstes aufs Bett und greifen zum Prosecco – sondern inspizieren kritisch Bettgrößen und die Regalaufteilung im Kleiderschrank. Denn sie sind selbst Vermieter und haben sieben schicke Design-Herbergen in Ostholstein begutachtet, die ihnen ihre Konzepte vorstellten, um mit gutem Beispiel in puncto Wohlfühl-Einrichtung voranzugehen.

Abgucken – und sehen, was man vermeiden sollte

Natürlich wolle er sich auch etwas abgucken, sagt Detlef Naumann – „und gleichzeitig schauen wir, was wir auf keinen Fall machen würden“. Zusammen mit Andrea Kipp betreibt er zwölf Ferienwohnungen in Malente, die Anlage „Immenhagen“, und dort stehen Modernisierungen an. Deshalb nehmen die Malenter das Angebot „Offen für Neues“ gern wahr, organisiert von der IHK Schleswig-Holstein.

Die Fünf-Sterne-Maisonette-Wohnung im „Strand-Resort“ an der Marina in Heiligenhafen ist ihre erste Station. 104 Quadratmeter für bis zu sechs Personen, blau-weiß-grau-maritim möbliert, sensationeller Hafenblick, großer Balkon mit Strandkorb. Schön, oder? „Ja“, meint Naumann, „aber die Sauna ist selbst für zwei Personen zu beengt, finde ich.“ Jessica Wenzel, Büroleiterin des 30 Häuser und 60 Wohnungen zählenden „Strand-Resorts“, gibt bereitwillig Auskunft über Endreinigung, Wäscherei und den Übernachtungspreis: 170 Euro pro Nacht, in der Nachsaison.

Die Carrera-Bahn im Bettkasten

Ostseeblick bietet auch das Familienzimmer „Entdeckertraum“ im Hotel „Strandkind“ in Pelzerhaken. Aber der eigentliche Clou liegt unter der Schlafstätte – zumindest in zwei Zimmern von den 41 verfügbaren: Hotelchef Olaf Iskra zieht den mächtigen Bettkasten hervor, in dem sich eine Carrera-Bahn befindet. „Ein Männertraum“, sagt der Hotelchef lächelnd. Für die Kinder gibt es auf den 49 Quadratmetern eine Kletterwand und, hinter dem Schrank verborgen, eine kleine Höhle zum Schlafen und Abhängen.Vier Personen kommen hier ab 140 Euro pro Nacht unter, die Hauptsaison ist teurer.

Schön und zugleich gemütlich sollen die Zimmer und Ferienwohnungen neueren Stils sein – wie im „Strand-Resort“ Heiligenhafen, im „Strandkind“ in Pelzerhaken und im Timmendorfer „Barefoot“-Hotel.

Nachhaltigkeit ist der zentrale Punkt in der Philosophie des Vier-Sterne-Hauses. Hotelchef Olaf Iskra kann lange und begeistert von ökologischem Bauen, Energieeffizienz, Abfallvermeidung, E-Mobilität und regionaler Küche berichten. „Unsere Gäste kommen hierher, weil wir eben so sind“, erklärt er.

Ein wichtiger Buchungsgrund im „Barefoot“-Hotel in Timmendorfer Strand ist hingegen der prominente Ideengeber: Der Schauspieler und Regisseur Til Schweiger steht für die Einrichtung des einstigen Hotels „Meridian“, die die „pazifische Lässigkeit Malibus“ vermitteln soll. Das heißt unter anderem: „Hier ist alles echt“, betont Hotelleiterin Regina Held. Holzfußböden, Leinen-Bettwäsche, und was alt aussehe, sei auch alt und original und kein nachgemachtes Vintage-Accessoire. „Kosten haben beim Umbau nicht die größte Rolle gespielt“, räumt sie ein.

An den Wänden Fotos von Til Schweiger und Familie

Wie Til Schweiger und seine Kinder aussehen, lässt sich in dieser 57-Zimmer-Herberge schwer vergessen, nahezu überall hängen Fotos von ihm und seiner Familie – allerdings nicht in den Zimmern. „Gut so“, finden die Vermieter, die sich der Führung angeschlossen haben, „das wäre zu viel.“ Zudem reicht der Name des Schauspielers als Übernachtungsgrund allein natürlich nicht aus. So bietet das „Barefoot“ in der teuersten Kategorie, „Premium“, ein zwei Meter breites Bett, eine Badewanne im Wohnbereich und eine kleine Sauna, das Ganze für 180 bis 390 Euro pro Nacht.

„Ich hole mir bei diesen Führungen gern Anregungen“, erklärt Roswitha Englich, die Ferienwohnungen in Grömitz vermietet, und blickt auf die freistehende Wanne in einem „Classic“-Zimmer. Und was nimmt sie an Ideen für ihre Unterkünfte mit? „Einiges“, meint sie und lacht: „Es könnte teuer werden.“

Vorbilder für andere Vermieter

„Designkontor“ heißt die Initiative der IHK Schleswig-Holstein, mit der Vermieter von Ferienquartieren angeregt werden sollen, ihre Unterkünfte zu modernisieren und „in echte Wohlfühloasen“ zu verwandeln. Alle zwei Jahre organisieren die Verantwortlichen dafür den „Tag der offenen Tür“ in Betrieben, die als gelungene Beispiele für die Raumgestaltung gelten. In diesem Jahr waren das in Ostholstein folgende Hotels:

„Achtern Diek“ in Landkirchen auf Fehmarn, „Barefoot“ in Timmendorfer Strand, „Beach-Motel“ und „Bretterbude“ in Heiligenhafen, „Erholung“ in Kellenhusen sowie „Strandkind“ in Pelzerhaken. Bei den Ferienwohnungen und -häusern ragte das „Strand-Resort“ an der Marina in Heiligenhafen heraus.

Sabine Latzel

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