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Ostholstein Segler müssen mehr zahlen: In diesen Häfen wird investiert
Lokales Ostholstein Segler müssen mehr zahlen: In diesen Häfen wird investiert
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18:14 10.09.2019
Der Neustädter Hafen wird seit Jahren stückchenweise saniert und modernisiert. Quelle: Sebastian Rosenkötter
Neustadt

Die Segelsaison 2019 befindet sich auf der Zielgeraden. Die ersten Boote werden per Kran aus der Ostsee geholt und hinter den Kulissen laufen die Planungen für die kommenden Monate auf Hochtouren. Im Fokus stehen dabei die Liegeplatzgebühren, bauliche Veränderungen und technische Erneuerungen. In Neustadt stimmte Montagabend der Stadtwerkeausschuss für eine Erhöhung der Gebühren, das letzte Wort haben aber die Stadtverordneten. Dauerlieger sollen ab dem 1. April 2020 zwei Prozent mehr zahlen. Die Preise für Gastlieger steigen ebenfalls – erstmals seit zehn Jahren.

Auf Fehmarn soll es 2020 oder 2021 ebenfalls teurer werden. Tourismusdirektor Oliver Behncke erklärt, dass es seit 2015 keinerlei Veränderungen für die Nutzer der knapp 600 Liegeplätze in Burgtiefe gegeben habe. Dies ändere sich nun – Grund seien massive Bauarbeiten. Unter anderem wird aktuell die Yachthafenpromenade für 12,8 Millionen Euro saniert. Der Hafen verfüge dann über drei Spielplätze, drei Grillplätze und eine große Zahl an Ruhebänken. Im kommenden Jahr sollen an den Grillplätzen außerdem vier Schutzpavillions und ein Veranstaltungspavillon installiert werden. „Zudem entsteht ein 16,50 Meter hoher Aussichtsturm“, sagt Behncke. Darüber hinaus soll der einzige Rundsteg an der Ostseeküste in 2020 saniert werden.

Stabile Preise in Heiligenhafen und Großenbrode

In Heiligenhafen sowie in der Marina Großenbrode sollen die Gebühren für Segler in der nächsten Saison nicht angehoben werden. Investitionen wird es laut Georg Busker, Betriebsleiter der Marina Großenbrode, nicht geben. Seit 2013 seien die Preise dort stabil. Was in der Neustädter Ancora-Marina geschehen wird, ist derzeit noch offen. Laut Geschäftsführer Oliver Seiter würden interne Beratungen und Abstimmungen laufen und es erst Mitte Oktober ein Ergebnis geben.

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Die Geschichte des Grömitzer Yachthafens.

Steg und Sanitätsgebäude in Heiligenhafen werden saniert

Dass die Preise dauerhaft gleich bleiben, scheint in allen Häfen ausgeschlossen. Manfred Wohnrade, Geschäftsführer der Heiligenhafener Verkehrsbetriebe, spricht von steigenden Bewirtschaftungskosten und betont dabei, dass es zuletzt zur Saison 2018 eine Erhöhung gegeben habe. Im Jahr 2020 soll ein Steg komplett saniert werden. Auch ist der Neubau eines kleinen Hafenkontors mit öffentlicher Toilettenanlage an Steg 8 sowie der Austausch von Stromentnahmestellen an zwei Stegen geplant. Hinzu kommen die Sanierung des Sanitätsgebäudes und der Austausch von defekten Achterpfählen und Stegbelägen.

Das bieten Ostholsteins Häfen den Seglern

Die Häfen an der Küste Ostholsteins bieten diverse Dienstleistungen an. Auf Fehmarn können Segler eine Privatsauna buchen und in Heiligenhafen gibt es einen Shuttle-Service zwischen Hafen und Bahnhof. Zudem werden skandinavische Gäste zu Grenzhändlern gebracht, falls diese dort einkaufen möchten. Auch gibt es kostenfreie Strandkörbe.

Neustadt will Steg W endlich umbauen

In Neustadt soll ein für ursprünglich Anfang dieses Jahres vorgesehenes Projekt umgesetzt werden: Steg W soll bis zur Saison 2020 für 292 000 Euro umgebaut werden. Fördergelder sind beantragt. Die baufällige Anlage am Ende der Hafenwestseite bei der Bootswerft Guttau soll durch eine schwimmfähige Gitterkonstruktion auf Aluminium-Pontons ersetzt werden. Stadtwerkeleiterin Vera Litzka kündigt eine behindertengerechte Variante sowie Anlegemöglichkeiten für Kanuten an. „Das Planungsbüro war überlastet und die Ausschreibung teurer als erwartet. Deshalb haben wir einen neuen Förderantrag gestellt“, erklärt sie die Verzögerung. Darüber hinaus werde aktuell ein System getestet, das anzeigt, welche Liegeplätze besetzt und welche frei sind. Darüber hinaus ist 2020 die Sanierung der Stege E und D vorgesehen.

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Von Sebastian Rosenkötter

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