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Ostholstein Was Haustieren bei dieser Superhitze gut tut
Lokales Ostholstein Was Haustieren bei dieser Superhitze gut tut
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16:49 26.06.2019
Trotz Entengrütze: An heißen Tagen wird Mischlingsrüde „Sam“ gerne mal zum „Seehund“ und nimmt ein kühlendes Bad im Gartenteich. Quelle: Dirk Schneider
Eutin

Das Thermometer zeigt über 30 Grad. Die erste Hitzewelle des Sommers hat Ostholstein erreicht. Nicht nur Menschen, auch Tiere leiden unter den hohen Temperaturen. Ein Tierarzt erklärt, was Hundehalter und Katzenfreunde jetzt beachten sollten.

„Bei hochsommerlichen Temperaturen sollte man darauf verzichten, seine Tiere unnötig in Bewegung zu bringen“, sagt Dr. Werner Sach. Zudem sei darauf zu achten, dass die Tiere ein schattiges Plätzchen aufsuchen können und stets genug Trinkwasser zur Verfügung haben.

Katzen suchen sich gern ein schattiges Plätzchen

„Viele unserer Katzenarten stammen aus Nordafrika und ähnlichen Klimazonen, sodass sie mit Hitze eigentlich ganz gut zurechtkommen“, erläutert Sach. So wie die Löwen in der Savanne den Schatten von Bäumen suchen und darin dösen, würden sich auch die Stubentiger ein kühles Plätzchen für ein Schläfchen suchen. Einfach in Ruhe lassen, denn „Katzen sind zum Faulenzen konstruiert“.

Bitte nicht stören: Die ohnehin wärmeliebenden Katzen haben meist kein größeres Problem mit der Hitze und suchen sich an sonnigen Tagen ein schattiges Plätzchen zum Dösen. Quelle: Dirk Schneider

Bei Hamstern, Kaninchen und Vögeln raten die Experten, Käfige und Volieren nicht direkt in die Sonne zu stellen, da sich diese schnell aufheizen können. Außerdem: Schattige Plätze und viel Wasser anbieten, nach Möglichkeit für Luftaustausch sorgen, aber keinen Ventilator wegen zu starker Zugluft einsetzen.

Experte: Hecheln ist nicht so effektiv wie Schwitzen

Hunde vertragen Hitze eher schlecht. So kämen die Wölfe als Vorfahren aus eher kühlen Regionen. Zum anderen wiesen viele Rassen wie Jagd- und Hütehunde aufgrund züchterischer Auswahl einen hohen Bewegungsdrang auf. „Hunde verausgaben sich auch gerne einmal“, weiß Sach als Tierarzt und Hundehalter aus eigener Erfahrung. Das gelte beispielsweise auch für gemeinsames Laufen und Joggen oder intensives Apportieren von Stöckchen oder gar das Laufen am Fahrrad.

Während der Mensch durch Verdunstung seine Körperwärme bei sportlicher Betätigung relativ gut regulieren könne, hätten viele Vierbeiner damit Probleme. „Hunde hecheln, das ist bei Weitem nicht so effektiv wie zu schwitzen“, sagt Sach. Das führe dazu, dass Hunde auch sehr schnell einen Hitzschlag erleiden könnten.

Tiere auf keinen Fall im Auto lassen

Aus diesem Grund sollte man sein Tier derzeit auf keinen Fall im Auto zurücklassen. Selbst wenn die Fenster leicht geöffnet bleiben, steigen laut einer ADAC-Studie die Temperaturen im Innenraum eines bei 28 Grad Celsius in der Sonne abgestelltem Autos binnen 30 Minuten auf über 50 Grad Celsius an. Nach einer Stunde wurden Werte von 57 Grad erreicht. Auch das Schattenparken könne diesen Effekt meist nur verzögern. Und viele Menschen vergäßen, dass die Sonne wandere, hat Sach beobachtet.

Gleich geht’s raus zum Waldspaziergang für Mischlingsrüde Skip. Auf keinen Fall sollten Hunde bei Hitze im geschlossenen Auto zurückgelassen werden. Quelle: Dirk Schneider

Ein überhitztes Tier sollte schnellstmöglich gekühlt werden. Am einfachsten funktioniere dies mit dem Gartenschlauch und in der heimischen Dusche, wobei eine weiche Brause mit kühlem Wasser genutzt werden sollte. Prinzipiell spreche aber nichts gegen einen kleinen Spaziergang, damit der Hund seinen Bewegungsdrang ausleben kann.

Der Schäferhund wird zum Seehund

Maria Ohrtmann vom Eutiner Tierheim hat ihre Runde mit dem Mischlingsrüden „Sam“ in die Morgen- und Abendstunden verlegt. Der dreijährige Australian-Shepherd-Mix liebt es, zu toben und sich zu bewegen. Damit „Sam“ dabei nicht zu heiß läuft, lenkt Maria Ohrtmann den aktuell übrigens zu vermittelnden Hund vorzugsweise durch schattige Passagen und ordnet auch schon mal eine Verschnaufpause an. Auch ein Gartenteich auf dem Tierheim-Gelände wird – zumindest von „Sam“ – begeistert zur spontanen Abkühlung genutzt. „Für mich ist der flache Tümpel nicht so gut geeignet“, sagt Ohrtmann lachend mit Blick auf die schwimmende Entengrütze. „Sam“ hat aber offensichtlich Spaß und genießt den Sprung ins kühle Wasser.

Probier’s mal mit Gemütlichkeit: Beim Gassigehen suchen Maria Ohrtmann und Sam derzeit schattige Wege im Grünen und legen ab und zu eine Pause ein. Quelle: Dirk Schneider

„Viele Hunde baden gerne und bei diesem Wetter sollte man sie das auch tun lassen“, erklärt Sach. Aber auch hierbei gelte, dass Ganze nicht in ein Langstrecken- oder Leistungsschwimmen ausarten zu lassen. „Wenn man den gesunden Menschenverstand bemüht, geht es auch dem Tier gut“, sagt Sach überzeugt.

Dirk Schneider

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