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Ostholstein Fachleute sollen Schutzmaßnahmen erläutern
Lokales Ostholstein Fachleute sollen Schutzmaßnahmen erläutern
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10:22 05.03.2019
Gleich zwei Sturmfronten – „Benjamin“ und „Zeetje“ – zogen im vergangenen Januar über Ostholstein hinweg und hinterließen schwere Schäden vor allem an den Stränden der Ostseebäder.
Gleich zwei Sturmfronten – „Benjamin“ und „Zeetje“ – zogen im vergangenen Januar über Ostholstein hinweg und hinterließen schwere Schäden vor allem an den Stränden der Ostseebäder. Quelle: Louis Gäbler
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Die jüngsten Stürme haben die Ostseebäder schwer getroffen. „Benjamin“ und „Zeetje“ zogen im Januar über Ostholstein hinweg und hinterließen eine Spur der Verwüstung an den Stränden. Die SPD sieht auch den Kreis Ostholstein in der Pflicht, nun zu helfen. Mit ihrem Antrag sind die Sozialdemokraten im Ausschuss für Planung und Wirtschaft allerdings gescheitert.

Drei Punkte beinhaltete der SPD-Antrag: 1.) Die Kreisverwaltung solle eine Auflistung aller Schäden bei den Kommunen einholen. 2.) Es solle diskutiert werden, inwieweit der Kreis den betroffenen Kommunen helfen müsse. 3.) Der Kreis solle zu einer Expertentagung einladen – Ziel müsse sein zu klären, wie in der Zukunft mit Sturmfluten umgegangen werde.

Land für die Schäden in der Pflicht

Ausschuss-Vorsitzender Carl-Alexander Struck (CDU) stellte das Papier zur Diskussion. Winfried Bentke (CDU) sah das Land in der Pflicht und forderte die SPD auf, den Antrag zurückzuziehen. Susanne Dittmann (Grüne) sah für die Schadensregulierung ebenfalls das Land in der Pflicht, ebenso sahen es Timo (CDU) und Hans-Jürgen Löschky (FDP). Fachbereichsleiter Nils Hollerbach erläuterte die Sichtweise der Kreisverwaltung. Während die Küste Sache des Landes sei, würden die Strände in der Verantwortung der Kommunen liegen, so Hollerbach. Hierfür würden diese auch Strandgebühren von ihren Gästen erheben. Letztlich wurde der SPD-Antrag mit acht Nein- gegen drei Ja-Stimmen und eine Enthaltung abgelehnt.

Schutzmaßnahmen der Kommunen

Dennoch verständigten sich die Ausschussmitglieder darauf, dass Fachleute eingeladen werden sollen, um zu erläutern, welche Schutzmaßnahmen die einzelnen Kommunen künftig ergreifen wollen.

Louis Gäbler