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Ostholstein Ostholstein — erlebbar für alle
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21:10 03.12.2014
Eutin

Ehrgeizige Ziele verfolgt der Kreis Ostholstein mit Blick auf das Thema Inklusion, also auf das Zusammenleben von behinderten und nichtbehinderten Menschen. Gestern, am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, hat der Kreis den Prozess zur Erarbeitung eines Aktionsplanes Inklusion unter dem Motto „Ostholstein, erlebbar für alle“ eingeleitet. Ziel ist es, bis Mitte 2016 einen Aktionsplan vorzulegen und bis Anfang 2018 erste Umsetzungsschritte zu vollziehen.

Gestern nun gab es die erste Sitzung der neu berufenen Inklusionskommission. Die 30 Mitglieder aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und dem Beirat für Menschen mit Behinderungen werden in den nächsten Jahren unter Vorsitz von Landrat Reinhard Sager die Umsetzung des vom Kreistag Anfang des Jahres beschlossenen Aktionsplans Inklusion begleiten. „Ostholstein soll eine Region werden, in der alle Menschen willkommen sind und selbstverständlich ohne Barrieren am gesellschaftlichen Leben teilhaben können“, sagte Sager. Dies sei für den Kreis eine wichtige Zukunftsaufgabe, denn in Ostholstein würden jetzt schon überdurchschnittlich viele Menschen mit Beeinträchtigungen und ältere Menschen wohnen. Durch den demografischen Wandel und den überproportionalen Zuzug älterer Menschen, die den Lebensabend in der Region verbringen möchten, werde diese Personengruppe noch größer werden.

Zur Vorgeschichte: Der Kreistag Ostholstein hatte im März vergangenen Jahres beschlossen, gemeinsam mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung und Betroffenen für den Kreis einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu entwickeln. Eine vorbereitende Arbeitsgruppe auf Einladung des Landrats hat sodann mit Vertretern des Beirats für Menschen mit Behinderungen, fachbezogenen Akteuren sowie Vertretern von Kreispolitik und -verwaltung die Eckpunkte zur Umsetzung der Gremienbeschlüsse auf den Weg gebracht.

Inhaltlich ist geplant, die Ostholsteiner für das Thema zu sensibilisieren und dafür zu werben, dass Inklusion und Barrierefreiheit jeden Menschen angehen. Wichtig sind der Kommission eine wertschätzende Haltung im Miteinander und eine Kultur der Anerkennung. Außerdem sollen gute Beispiele verbreitet, Barrieren erkannt und gemeinsam abgebaut werden und alle Gäste und Bürger an den Angeboten in der Region teilhaben können. Landrat Sager erklärte: „Es geht nicht darum, einen möglichst erschöpfenden Forderungskatalog aufzustellen, sondern konkrete Maßnahmen für eine Weiterentwicklung der Inklusion im Kreis Ostholstein anzugehen.“ Dabei gebe es Dinge, die der Kreis in seiner eigenen Verantwortung im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten tun kann. Anderes könnten nur gemeinsam mit anderen Akteuren, Vereinen, Institutionen, Unternehmen und Kommunen , bewegt werden.

Die Koordinationsstelle Aktionsplan Inklusion wurde im September 2014 eingerichtet. Beim Kreis Ostholstein erfolgen die inhaltliche Koordination durch Stefan Doose (Berufliche Schule Oldenburg) und gemeinsam mit einer Mitarbeiterin der Kreisverwaltung auch die konzeptionellen sowie organisatorischen Vorbereitungen. Die erste öffentliche Inklusionskonferenz „Ostholstein, erlebbar für alle“ zur Erarbeitung des Aktionsplanes ist für den 23. Februar 2015 im Eutiner Kreishaus geplant. Eingeladen sind dann alle Bürger und interessierten Gruppen. Ab März wird es dann öffentliche Foren zu den unterschiedlichen Themenbereichen geben. cd

LN

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