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Ostholstein Rattenplage: Ostholsteins Kampf gegen die Nager
Lokales Ostholstein Rattenplage: Ostholsteins Kampf gegen die Nager
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19:20 28.02.2019
Im Oldenburger Stadtgebiet vermehren sich die Ratten. Quelle: Fotolia
Oldenburg

Sie tummeln sich in der Kanalisation, in Grünanlagen und an Mülltonnen: In Oldenburg vermehren sich die Ratten. „Der Befall wird immer markanter“, heißt es aus dem Rathaus. Jetzt sollen die Nager mit Gift bekämpft werden. Die Stadtverwaltung hat zudem „Verhaltensregeln“ für die Einwohner herausgegeben (siehe Infotext unten). Andere Kommunen in Ostholstein haben ebenfalls immer wieder mit Ratten in Wohngebieten zu kämpfen.

Viele Ratten im Kanalnetz und an Mülltonnen

Weil die Tiere Krankheiten auch auf Menschen übertragen können, wird versucht, ihre Ausbreitung in Wohngebieten so weit wie möglich zu verhindern. Bei der Untersuchung des Kanalnetzes hätten die Kommunalen Dienste Oldenburg (KDO) in den vergangenen Wochen nun jedoch vermehrt Ratten gesichtet, berichtet Werkleiter Burkhard Naß. Auch zwischen Müllcontainern, auf Baustellen und an weiteren Stellen im Stadtgebiet seien die unliebsamen „Untermieter“ beobachtet worden. „Wir rufen alle Einwohner auf, die Augen offen zu halten“, sagt Naß. Wer in öffentlichen Bereichen oder an Zugängen zur Kanalisation Ratten bemerke, möge die Verwaltung im Rathaus informieren. Auf dem eigenen Grundstück müssten die Oldenburger gegebenenfalls selbst Maßnahmen ergreifen.

Auch Privatleute sind zur Bekämpfung verpflichtet

Dazu sind Grundstückseigentümer in ganz Ostholstein laut „Kreisverordnung über die Bekämpfung von Ratten“ verpflichtet. Zwar sind mittlerweile längst nicht mehr alle Köder freiverkäuflich, einige Mittel sind für Privatleute aber nach wie vor im Handel erhältlich. Sollten diese nicht ausreichen, müssen auf eigene Kosten professionelle Schädlingsbekämpfer beauftragt werden, die stärkeres Gift verwenden dürfen.

In öffentlichen Bereichen sind die Städte und Gemeinden für die Rattenbekämpfung zuständig. In Oldenburg sollen nun über mehrere Wochen verstärkt Köder ausgelegt werden. Die entsprechenden Stellen werden mit Warnschildern gekennzeichnet; Kinder und Haustiere seien „unbedingt fernzuhalten“, mahnt die Stadtverwaltung.

„In der Vergangenheit haben wir mit solchen Bekämpfungsmaßnahmen gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Burkhard Naß. Die letzte flächendeckende Offensive gab es Anfang 2016: Damals wurde im gesamten Stadtgebiet Rattengift verteilt und alle Grundstückseigentümer wurden aufgefordert, sich an der Aktion zu beteiligen.

Flächendeckende Maßnahmen zuletzt auch auf Fehmarn und in Eutin

Andere Kommunen hatten ebenfalls bereits mit Rattenplagen zu kämpfen. Zuletzt wurde im vergangenen Sommer auf Fehmarn einen Monat lang Gift auf der gesamten Insel ausgelegt, um die Population der Nager einzudämmen. Auch dort wurden die Einwohner dazu aufgerufen, auf ihren Grundstücken Fallen aufzustellen oder Köder auszulegen. Eutin startete 2017 eine ähnliche Aktion, nachdem im Stadtgebiet „ein rasch zunehmender erheblicher Rattenbefall festgestellt“ worden war.

Burkhard Naß hofft, dass die Maßnahmen in Oldenburg schnell Wirkung zeigen. Er appelliert an die Einwohner, sich den „Leitfaden“ der Stadt zu Herzen zu nehmen. Mit einigen einfachen Maßnahmen könne jeder dazu beitragen, dass sich die Ratten im Stadtgebiet nicht weiter vermehrten.

Kein Essen liegenlassen

Die Stadt Oldenburg bittet ihre Einwohner, folgende Regeln zu beachten, damit sich die Ratten nicht weiter vermehren:

● keine Nahrungs- und Futtermittel offen auf dem Grundstück stehen lassen

● Abfälle und Essensreste nicht über die Toilette oder den Abfluss entsorgen, Abfallbehälter stets verschlossen halten

● das eigene Wohnumfeld sauber halten

● keine wilden Tiere füttern, da Ratten von den Nahrungsresten profitieren

● potenzielle Schlupflöcher an Gebäuden verschließen, Abwasserschächte und Leitungen sichern

Jennifer Binder

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