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18:36 31.12.2013
„Die Prinzen“ — hier in der Lübecker MuK — kommen im September 2014 auf die Insel Fehmarn, als poppige Kirchenmusiker mit einem speziellen Programm. *Foto: Neelsen
Ostholstein

Ein bewegtes Jahr liegt hinter Ostholstein, und ganz sicher steht auch ein sehr bewegtes 2014 bevor. Denn es gilt weiterhin, das Jahrhundertprojekt feste Fehmarnbeltquerung — hier steht das Planfeststellungsverfahren für den Tunnelbau an sowie die Entscheidung für die Trassenwahl bei der Hinterlandanbindung — kritisch aus Sicht der Region zu begleiten. Ferner bleiben natürlich die Energiewende und hier vor allem die Windparks im Fokus, denn noch immer ist nicht klar, wohin die Reise auch in Hinblick auf die Deutsche Flugsicherung mit den beiden Drehfunkfeuern in Heringsdorf und bei Stockelsdorf geht.

Die gesamte Küste betreffen auch die neuen EU-Förderungs- Richtlinien. Von 2014 bis 2020 spielt der Tourismus keine Rolle mehr. Dabei wollen noch viele Kommunen in ihre Infrastruktur investieren.

Ebenfalls auf der Agenda 2014: schnelles Internet. Die Gemeinden stehen im kommenden Jahr beim Glasfaserausbau am Scheideweg. Lassen sie sich kommunikationstechnisch abhängen oder springen sie auf den Zug des möglicherweise neuen Breitband-Zweckverbandes auf? Anfang des Jahres soll jede Gemeinde eine Vorplanung für den Ausbau im Ort bekommen.

Neben diesen kreisweiten Großprojekten richten die Kommunen natürlich auch ihren Blick auf Begebenheiten direkt vor ihrer Haustür. Und auch dort kommt vieles in Bewegung.

Blickpunkt Fehmarn: Ob die deutsch-holländischen Hotelplanungen in Burgtiefe 2014 endlich vorankommen? Wetten darauf mag auf der Insel vermutlich keiner mehr. Eher schon auf den Start für den Bau der Umgehungsstraße in Richtung Burgstaaken — wenn die Millionenförderung vom Land tatsächlich fließt. Sicher ist dagegen: Fehmarn feiert auch 2014 wieder einige Jubiläen — wenn auch vermutlich nicht so spektakulär wie 2013 bei der 50-Jahr-Feier für die Vogelfluglinie. Unter anderem liegt das Ende der Dänen-Herrschaft 1864 genau 150 Jahre zurück. Außerdem: Vor 100 Jahren verließ der Expressionist Ernst Ludwig Kirchner nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges fluchtartig die Insel, auf der er vier Sommer lang viele farbenfrohe Öl-Gemälde malte (die heute Millionen wert sind). Deshalb wird eine Kirchner-Festwoche geplant. Die Popband „Die Prinzen“ kommt im September für ein Konzert auf die Insel. Außerdem feiert das Rapsblütenfest in Petersdorf sein 30.

Jubiläum: ein Fest für ganz Ostholstein.

Blickpunkt Heiligenhafen: Marina Resort, Hafenhotel, Dünenpark, Sanierung des Ferienparks — die Warderstadt wird zur Großbaustelle, die touristische Infrastruktur wird aufgefrischt.

Außerdem soll der letzte Schritt im Hochwasserschutz baulich gegangen werden. Ähnliches gilt für den Nachbarn Großenbrode, wo sich ebenfalls alle Wirtschaftskraft auf den Tourismus konzentriert.

Problem hier: Es wird kaum EU-Gelder für die Neugestaltung der Strandpromenade geben.

Natürlich hoffen die Menschen in Heiligenhafen, dass die Einbruchserie, die im September 2013 begann, endlich richtig aufgeklärt wird.

Blickpunkt Oldenburg: Die Stadt freut sich schon auf die Eröffnung des Slawendorfes im erweiterten Wallmuseum. Zur Saisoneröffnung im April können die Besucher außerdem erstmals durch das neue Eingangsportal der umgebauten Wagenremise gehen. Bereits ab 1. Januar können die Oldenburger ihren eigenen Strom bekommen. Dann nehmen die Stadtwerke Oldenburg ihren Betrieb auf.

Blickpunkt Grömitz und Küste: Natürlich stehen in Grömitz die Bauprojekte in der „Neuen Mitte“ im Blickpunkt wie auch in Dahme der Endspurt am Deich. In Riepsdorf wird die Windkraftdebatte weiter hitzig geführt.

Blickpunkt Neustadt: Große Sprünge sind in Neustadt nicht möglich. Vielmehr lautet die Devise: sparen, sparen, sparen. Lediglich die Straßen Sandberger Weg und Wiesenstraße sollen weiterhin saniert werden. Investoren wollen zudem das ehemalige „Schullandheim Göttingen“ abreißen und etwa 70 Appartements und zehn Doppelhaushälften bauen. Zudem sollen direkt am Seebrückenvorplatz 43 Appartements, neun Ladenlokale und neun Penthäuser bis Juli 2014 entstehen.

Ostholstein bleibt mächtig in Bewegung, garantiert. Und zusätzlich wird das neue Jahr sicher auch die ein oder andere Überraschung parat haben.

pm/hm/gjs/ser

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