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Ostholstein Ostholsteins Busse bekommen WLan: Autokraft gewinnt Ausschreibung
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19:01 13.02.2020
Die blauen Busse sollen bald durch Ostholstein rollen und als Werbeträger für NAH.SH fungieren. Doch viel wichtiger: Alle werden mit kostenfreiem WLan ausgestattet. Quelle: Montage: Fabian Boerger, Fotos: dpa, HFR
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Eutin

Neue Busse, neuer Betreiber, neue Technik: Im Kreis Ostholstein sind täglich 120 Busse sowie etwa 30 Kleinbusse unterwegs. Ein Teil der Fahrzeuge soll von August an mit kostenfreiem WLan ausgestattet werden. Hintergrund ist die Vergabe des sogenannten Buslinienbündels Mitte bis 2030.

Hinter dem etwas sperrigen Begriff verbirgt sich die Region rund um Ahrensbök, Bosau, Eutin, Malente, Neustadt, Scharbeutz sowie dem Amt Ostholstein-Mitte. Darüber hinaus gibt es zwei weitere Buslinienbündel – Nord und Süd. Der Betrieb der 22 Linien im Bereich Mitte wurde bereits im vergangenen Jahr ausgeschrieben. Dabei ging es um ein Auftragsvolumen von 49 Millionen Euro und jährlich etwas mehr als 1,9 Millionen geplanter Fahrkilometer.

Autokraft löst Rohde Verkehrsbetriebe ab

Nach Angaben von Kreissprecherin Carina Leonhardt hat sich die Autokraft GmbH gegen den bisherigen Betreiber, die Rohde Verkehrsbetriebe, durchgesetzt. Dass der Zuschlag erst vor wenigen Tagen erteilt wurde, ist laut Leonhardt auf „ein von dem unterlegenen Bieter angestrengtes Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer Schleswig-Holstein“ zurückzuführen, das nun zugunsten des Kreises entschieden worden sei.

Für Kunden soll der Wechsel des Busunternehmens möglichst wenig spürbar sein. Der bestehende Fahrplan behält auch nach dem 1. August seine Gültigkeit. Auch wird weiterhin der Schleswig-Holstein Tarif gelten.

Busfahrer sollen Angebot bekommen

Nicht endgültig geklärt ist, wie es für die betroffenen 46 Busfahrer weitergeht. Im Rahmen der Ausschreibung sei die Autokraft verpflichtet worden, den Mitarbeitern der Rohde Verkehrsbetriebe sowie der Subunternehmer Vineta Busbetriebsgesellschaft GmbH und Witt-Reisen ein Angebot für eine Weiterbeschäftigung nach dem geltenden Tarifvertrag zu machen. „Es könne daher davon ausgegangen werden, dass ein erheblicher Anteil der Fahrerinnen und Fahrer, die das Verkehrsgebiet bereits gut kennen, weiterhin im Fahrdienst tätig sein werden“, sagt die Kreissprecherin.

Lesen Sie auch: Der große ÖPNV-Check im Kreis Ostholstein

Der Wechsel soll vor allem optisch sowie in puncto technische Ausstattung sichtbar werden. „Die Busse, die im Stadtverkehr Eutin und auf den Linien 5518 (Eutin–Neustadt) und 5803 (Neustadt–Scharbeutz) eingesetzt werden, werden ausschließlich im Design des Nahverkehrsverbundes Schleswig-Holstein (NAH.SH) unterwegs sein“, kündigt Nils Hollerbach, Fachbereichsleitung Planung, Bau und Umwelt des Kreises, an. Diese Fahrzeuge würden zudem mit automatischen Fahrgastzählgeräten und USB-Buchsen ausgestattet werden.

Fahrplan-Apps sollen Echtzeitdaten mitteilen

Darüber hinaus soll es in allen Fahrzeugen künftig kostenfreies WLan geben. Bislang gibt es dies laut der Kreissprecherin lediglich in einigen Bussen vom Stadtverkehr Lübeck sowie der Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft, die im Lübecker Umland und somit auch in Teilen Ostholsteins Linien betreiben.

Eine weitere technische Neuerung betrifft die Lieferung von Echtzeitdaten. Kunden können dann mit Fahrplan-Apps jederzeit erkennen, ob der Bus pünktlich kommt. Zudem sollen alle eingesetzten Busse barrierefrei und klimatisiert sein.

All diese Punkte hatten die politischen Gremien des Kreises explizit gefordert. „Klares Ziel sei es, für das gesamte Kreisgebiet deutlich mehr Qualität bei der Fahrzeuginfrastruktur zu gewährleisten“, stellt Carina Leonhardt klar. Deshalb sollen die genannten Anforderungen auch bei den für die Jahre 2021 und 2022 anstehenden Ausschreibungen für den Kreisnorden und -süden zugrunde gelegt werden.

Buslinienbündel werden wohl zusammengelegt

Die Autokraft wird bis 2030 für den Betrieb des Buslinienbündels Mitte zuständig sein. „Im Anschluss soll, entsprechend der Beschlüsse der Kreisgremien, eine Zusammenfassung der drei ostholsteinischen Linienbündel zu einem einzigen Bündel erfolgen, um möglichst viele Synergien nutzen zu können“, kündigt die Kreissprecherin an.

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Von Sebastian Rosenkötter

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