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Ostholstein Ostholsteins SPD schickt Scholz und Geywitz ins Rennen
Lokales Ostholstein Ostholsteins SPD schickt Scholz und Geywitz ins Rennen
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11:13 26.08.2019
60 Delegierte nahmen am SPD-Kreisparteitag im Ahrensböker Bürgerhaus teil. Quelle: Sabine Latzel
Ahrensbök

Durchhalten, obwohl draußen schönstes Sommerwetter herrschte: Kein Problem für gut 60 SPD-Mitglieder aus Ostholstein, die am Sonnabend im Ahrensböker Bürgerhaus ihren Kreisparteitag abhielten. Neben diversen Wahlen und Anträgen stand auch die Nominierung der Bewerber für den Bundesvorsitz der Partei auf der Tagesordnung.

Bewerber für den Bundesvorsitz in Kurz-Porträts vorgestellt

Wer ist Sinay Arslan? Den bayerischen Genossen hatte nicht jeder im Bürgerhaus sofort vor Augen, und das war auch nicht nötig: Alle Bewerber um den Parteivorsitz, die beim Kreisverband Ostholstein um Unterstützung gebeten hatten, wurden vor der Abstimmung in einminütigen Kurz-Porträts vorgestellt. „Ein bisschen wie bei ,Herzblatt’“, erinnerte sich Schriftführer Hansjörg Thelen an die legendäre TV-Kuppel-Show – aber so erfuhren die ostholsteinischen Delegierten immerhin, dass Herr Arslan beispielsweise für ein Tempolimit und für die „Konsumsteuerung über eine hohe Umsatzsteuer“ sei.

Heiko Linß aus Baden-Württemberg hingegen engagiere sich unter anderem für Obdachlose und sei gegen Zugeständnisse an die CDU, und das Duo Nina Scheer/Karl Lauterbach biete ein „ausgefeiltes Programm“. Prominente Bewerber wie Olaf Scholz, im Duo mit Klara Geywitz, wurden nur per Lebenslauf vorgestellt. Über das Duo Gesine Schwan/Ralf Stegner berichtete der stellvertretende Kreisvorsitzende Burkhard Klinke: „Sie sind für einen Spitzensteuersatz von 50 Prozent und für Rot-Grün-Rot“ – und beide spielten Skat.

Nötig sind die Nominierungen von fünf Kreisverbänden

Letztere Information gab dabei gewiss nicht den Ausschlag, dennoch nominierte in einer Stichwahl die Mehrheit der Delegierten schließlich die Landtagsabgeordnete in Brandenburg Klara Geywitz und den Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Die LN hatten zunächst berichtet, dass das Duo Gesine Schwan/Ralf Stegner nominiert worden sei – diesen Fehler bitten wir zu entschuldigen.

Wer beim SPD-Mitgliederentscheid über den Parteivorsitz antreten will, muss von fünf Kreisverbänden oder einem Landesverband nominiert worden sein. Die SPD-Mitglieder stimmen vom 14. bis 25. Oktober über ihre(n) neuen Bundesvorsitzenden ab.

Niclas Dürbrook erhielt 95 Prozent der Stimmen

Burkhard Klinke, SPD-Fraktionschef im Kreistag, wollte nicht verraten, für wen er gestimmt hatte, begrüßte aber das neue Verfahren bei der Wahl zum Bundesvorsitz. „Das Kandidatenfeld ist breit aufgestellt, da wird nichts im Hinterzimmer ausgeklüngelt“, sagte er. Klinke ist für eine Doppelspitze, „Einzelbewerber werden keine Chance haben“, glaubt er.

Eine ausgezeichnete Chance hatte hingegen Niclas Dürbrook: Der 29-Jährige wurde in Ahrensbök mit 95 Prozent der Stimmen als Kreisvorsitzender wiedergewählt. Auch er ist für das „offene Verfahren“ bei der Entscheidung über den Bundesvorsitz. „Die SPD betritt Neuland, und es wäre schön, wenn alle Bewerber aus Schleswig-Holstein ins Verfahren kommen“, erklärte er. Mit Dürbrook in den Kreisvorstand gewählt wurden als stellvertretende Vorsitzende: Beate Müller-Behrens (Bosau), Gabriele Freitag-Ehler (Gremersdorf) und Burkhard Klinke (Bosau). Schriftführer ist Hansjörg Thelen (Bad Schwartau), Schatzmeister Christoph Gehler. Ein Radio-Beitrag über den Kreisparteitag in Ahrensbök wird voraussichtlich am Montagmorgen zwischen 6 und 9 Uhr auf dem Sender NDR-Info und auch über dessen Mediathek zu hören sein.

Von Sabine Latzel

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