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Ostholstein Ostholsteins Genossen stimmen über Bundesvorsitz ab
Lokales Ostholstein Ostholsteins Genossen stimmen über Bundesvorsitz ab
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16:07 21.08.2019
Der Kreisvorsitzende Niclas Dürbrook, hier bei der Eröffnung des SPD-Kreisparteitages im vergangenen Jahr in Bad Schwartau. Quelle: Sebastian Prey
Ahrensbök

Die Ostholsteiner SPD stimmt sich auf den kommenden Kreisparteitag ein, der am Sonnabend, 24. August, in Ahrensbök stattfindet. Beginn der Tagung im Bürgerhaus ist um 10 Uhr. Rund 100 Delegierte aus den Ortsvereinen zwischen Fehmarn und Bad Schwartau werden erwartet. Derzeit zählt die Partei in Ostholstein 1258 Mitglieder (Stand Juni 2019). Die Tagesordnung umfasst 15 Punkte. Topthema ist die Wahl des Kreisvorsitzenden – bisher Niclas Dürbrook – und dreier Stellvertreter. Aber auch die Diskussion über die Besetzung der SPD-Bundesspitze verspricht spannend zu werden.

Jeder Kreisverband in Schleswig-Holstein soll Stellung beziehen, wer die Bundes-SPD künftig lenken soll. Nach der Sitzung des Landesvorstandes am vergangenen Sonnabend hatte Landesvorsitzende Serpil Midyatli gesagt: „Zunächst diskutieren unsere Kreisverbände die Bewerbungen, daher hat der Landesvorstand auch noch keine Nominierung vorgenommen.“

Die Kandidaten für den Bundesvorsitz

Drei Paare stehen für Ostholsteins Genossen zur Wahl: Landtagsfraktionschef Ralf Stegner, der mit Gesine Schwan, Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission, antreten will. Außerdem die Bundestagsabgeordnete Nina Scheer, die sich mit ihrem Fraktionskollegen Karl Lauterbach bewirbt. Bisher unterstützen die Kreisverbände Segeberg, Herzogtum Lauenburg und Stormarn dieses Duo. Und drittens Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange, sie kandidiert mit ihrem Amtskollegen Alexander Ahrens aus Bautzen in Sachsen.

Über diese Bewerber für den SPD-Bundesvorsitz stimmen auch Ostholsteins Genossen ab

Die neue SPD-Spitze soll per Mitgliederbefragung faktisch bestimmt und auf einem großen Parteitag Anfang Dezember dann gewählt werden. Voraussetzung für die Kandidaten ist die Unterstützung von mindestens einem Landesverband oder von fünf Unterbezirken beziehungsweise Kreisverbänden. Es wird also spannend, welchem Duo die Ostholsteiner Genossen ihr Votum geben werden.

Bevor es am Sonnabend dazu kommt, müssen eine ganze Reihe von Regularien abgearbeitet werden. Nach den Grußworten und der Konstituierung des Präsidiums stehen Anträge und Ehrungen auf der Tagesordnung – aber auch die Begrüßung von Neumitgliedern. Angesichts immer weiter schrumpfender Mitgliederzahlen – im Juni 2019 waren es gerade noch 1258 Genossen in Ostholstein – ist jeder Neuzugang besonders willkommen.

Sorge um den Mitgliederbestand

Zwei besondere Themen hatten der Partei nach dem Kreisparteitag 2017 besonderen Zulauf beschert. Zum einen war das die Nominierung von Martin Schulz als Spitzenkandidat zur Bundestagswahl im Januar 2017. Die Euphorie sorgte auch in Ostholstein dafür, das viele Menschen in die Partei eintraten und politisch aktiv wurden (die LN berichteten). Zum zweiten war es der Mitgliederentscheid über die Fortsetzung der Großen Koalition im Frühjahr 2018. Dürbrook: „Hier haben wir es geschafft, unsere Mitgliederzahl von Februar 2017 (1335) auf fast 1400 Mitgliedern zu steigern.“

Seitdem geht es jedoch kontinuierlich bergab – Dürbrook: „Um das zu erklären, muss man verschiedene Faktoren anführen: Unzufriedenheit mit der Bundespolitik ist leider der größte Punkt, viele Mitglieder sind auch mit den Ortsvereinen nicht zufrieden. So sind wir Stand Juni 2019 nur noch 1258 Mitglieder, leider mit negativer Tendenz.“ Zum Vergleich: Die CDU Ostholstein hat 1800 Mitglieder.

Vermögensbestand der SPD

Entspannt sieht es dagegen bei den Ostholsteiner Genossen mit den Finanzen aus: Anfang 2018 betrug der Vermögensbestand 29 693 Euro. Die Einnahmen lagen bei 34 900 Euro, die Ausgaben bei 35 145 Euro. „Somit wurde das Jahr mit einem Vermögensbestand in Höhe von 29 448 Euro abgeschlossen“, so Kreisschatzmeisterin Kerstin Bruhn.

Von Louis Gäbler

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