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Ostholstein Grandioses Feuerwerk begeistert die Massen in Grömitz
Lokales Ostholstein Grandioses Feuerwerk begeistert die Massen in Grömitz
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13:50 31.08.2019
Zehntausende Besucher bei Ostsee in Flammen am Freitagabend. 300 Kilogramm reine Sprengstoffmasse flogen in knapp 20 Minuten in den Grömitzer Nachthimmel. Die Besucher waren begeistert. Quelle: Arne Jappe
Grömitz

Das war rekordverdächtig. Janina Kononov und Jan Femerling vom Tourismus Service Grömitz meldeten bereits um 21 Uhr: Alle Parkplätze sind rappelvoll. Sogar die zusätzlichen Parkplätze waren komplett belegt. Deutlich mehr Besucher säumten die Promenade und den Strand in Grömitz. „Wir gehen davon aus, dass etwa 55 000 Besucher nach Grömitz gekommen sind“, sagt Janina Kononov am Sonnabendvormittag.

Wetter sorgt für gute Stimmung

Das sommerliche Wetter sorgte schon ab dem Mittag für gute Stimmung und Zulauf in Grömitz. Am Abend dann zog es zahlreiche Besucher auch an den Strand. So auch Alicia und Patrick aus Hamburg. Die beiden sind das erste Mal in Grömitz zu Ostsee in Flammen. „Wir sind durch eine Freundin auf das Feuerwerk hier in Grömitz aufmerksam geworden“, sagt Alicia. Das Paar hat es sich auf einer Decke gemütlich gemacht, ganz nah an der Seebrücke um auch alles mitzubekommen.

Ein paar Meter weiter haben es sich Menschen im Strandkorb bequem gemacht. So auch Sabine, Brigitte, Horst, Harry, Christiane und Thomas aus Bad Oldesloe und Geesthacht. Die drei Paare machen in Grömitz Urlaub und auch sie schauen sich das Farbenspiel am Nachthimmel das erste Mal an. Vor ihrem Strandkorb stehen Gartenstühle und sogar ein Campingtisch, darauf stehen Kerzen und Weingläser.

Zehntausende Besucher bei Ostsee in Flammen am Freitagabend. 300 Kilogramm reine Sprengstoffmasse flogen in knapp 20 Minuten in den Grömitzer Nachthimmel. Die Besucher waren begeistert.

Anspannung bei der Crew der Ostsee-Pyrotechnik

Ausgelassene Stimmung bei den Besuchern und jede Menge Rahmenprogramm. Auch auf den beiden Bühnen beim Seestern und am Seebrückenvorplatz steigt die Stimmung von Stunde zur Stunde. Nur bei der Crew der Ostsee-Pyrotechnik steigt derweil die Anspannung. „Wir waren mit dem Aufbau um 15 Uhr fertig, es hat alles wunderbar geklappt“, sagt Firmenchef Benjamin Austen nach zwei Tagen anstrengendem Aufbau. Doch man merkt auch dem Profi Austen die Anspannung an, denn nur ein Fehler kann das ganze Feuerwerk durcheinanderbringen. „Musikfeuerwerke sind was Besonderes, da man hier sofort merkt, wenn etwas nicht klappt“, sagt Austen und kontrolliert noch einmal im Testbetrieb die Funktion seiner Zündanlage.  

Jan Femerling steht ebenfalls noch kurz auf der Seebrücke und ist überwältigt von den Massen an Besuchern. Doch seine Augen bleiben wachsam, er ruft lautstark einer Frau zu, die kurz vor dem Feuerwerk noch ins Wasser springt. „Niemand darf mehr ins Wasser, da wir auch Bomben aufs Wasser schießen.“

Riesiger Goldregen am Nachthimmel

Etwas später stehen Janina Kononov und Jan Femerling auf dem Balkon vor der Grömitzer Welle. Es ist kurz vor 22.45 Uhr, Femerling gibt das Zeichen an seine Mitarbeiter, das Licht auszustellen. Es wird dunkel, die Musik beginnt zu spielen und die Brücke erleuchtet in einem roten Farbton. Kurze Zeit später schießen die ersten Kugelbomben aus den Abschussrohren und lassen den Himmel über der Ostsee in den verschiedensten Farben strahlen. Die Musik und das Feuerwerk sind im Einklang, immer wieder klatschen und jubeln die Besucher. So geht es 20 Minuten, das Feuerwerk endet mit einem riesigen Goldregen am Nachthimmel über der Seebrücke. Die Menschen sind begeistert, applaudieren und machen sich glücklich auf den Weg nach Hause. „Die meisten Besucher haben sogar ihren Müll mitgenommen, im Vergleich zu 2018war der Strand am Sonnabendmorgen sauber“, sagt Janina Kononov.

Abreise aus Grömitz funktionierte

Auch die Abreisesituation aus Grömitz war relativ übersichtlich. „Bereits um Mitternacht waren die Massen an Fahrzeugen in Richtung Brenkenhagen und Lenste aus Grömitz abgefahren“, sagt Kononov. Nur in Richtung Bundestraße 501 am Königsredder gab es Probleme, da Autofahrer nicht die beiden Ausfahrten vom Parkplatz nahmen, sondern Querfeld ein über die Grünstreifen auf die Straße fuhren. „Das führte dazu, dass dort ein wenig Chaos herrschte“, erklärt Janina Kononov. So dauerte es bis etwa 1 Uhr, bis alle Fahrzeuge frei Fahrt hatten. 

Ostsee in Flammen findet im nächsten Jahr am 28. August statt.

Von Arne Jappe

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