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Ostholstein Perlen der Erinnerung aus 77 Lebensjahren
Lokales Ostholstein Perlen der Erinnerung aus 77 Lebensjahren
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23:14 12.12.2016
Regina M. E. Albrecht blättert in ihrem Buch „Zum Perlenlicht“. Sie hat ihr langes Leben in Worte gefasst. FOTO: PEYRONNET
Zarnekau

Dass Regina M. E. Albrecht viel zu erzählen hat, merkt man sofort. Es sprudelt nur so aus ihr heraus, wenn sie über ihr Buch spricht. Auf 500 Seiten hat die Frau aus Zarnekau autobiografische Miniaturen unter dem Titel „Zum Perlenlicht“ im Selbstverlag herausgebracht. 77 Miniaturen sind es genau, so viele, wie Albrecht Lebensjahre zählt. Ergänzt werden die Geschichten durch Bilder, das sind die Perlen. „Es ist ein Seelenkrimi mit selbst gemalten Bildern“, sagt Albrecht.

500 Seiten

Die autobiografischen Miniaturen „Zum Perlenlicht“ sind im Selbstverlag Tredition erschienen, 500 Seiten stark und im Buchhandel sowie bei Amazon erhältlich. Das Hardcover kostet 27,90 Euro, das Taschenbuch 19,90 Euro, das E-Book bei Amazon etwa sechs Euro.

Dass sie jemals ein Buch schreiben würde, hätte sie nie gedacht. Bis sie einen Tiefpunkt erreichte. „Bei der Feier meines 70. Geburtstags in Kasseedorf habe ich plötzlich festgestellt, dass ich alles falsch gemacht habe in meinem Leben“, sagt die Autorin. Sie fiel in ein tiefes Loch, in eine Dunkelphase, wie sie es nennt. Als sie nicht mehr weiterwusste, fuhr sie zu einem „sehr netten Arzt“. Dort sprudelte ihr ganzes Leben aus ihr heraus. Der Arzt, berichtet sie, fand das sehr spannend und riet ihr, alles aufzuschreiben. Heraus kam eine Schreibkur. Und so lautet auch der Untertitel ihres Buches: „Eine wundersame Schreibkur“.

„Ich wollte für jedes Jahr meines Lebens eine kleine Geschichte schreiben“, sagt Albrecht. „Das habe ich nicht ganz durchgehalten.“ Die frühere Französisch- und Religionslehrerin an der Kreisberufsschule berichtet über ihre Geburt in Masuren, erzählt die Geschichte ihres Vaters, der Soldat war. Sie stellt Überlegungen zur Sprache und zu Vornamen an. Aber sie stellt auch klar: „Es ist kein Oma-Erzähl-Buch.“ Vielmehr eine Sammlung von Dingen, die ihr im Gedächtnis hängen geblieben sind. Einen roten Faden gibt es nicht. „Ich springe wie Rumpelstilzchen hin und her.“ So hat die Autorin kurze Szenen aus ihrer Kindheit, Jugend und Studienzeit festgehalten. Beruflich war sie an vielen Orten in Deutschland und sogar in Frankreich tätig. Nebenberuflich studierte sie Bildende Kunst in Trier und schloss eine Ausbildung zur Gestaltpsychotherapeutin ab. Aber auch der Vorgang ihres Schreibens bleibt im Buch nicht unbeschrieben.

Am Ende wurden es immer mehr Seiten, bis Regina Albrecht plötzlich das Manuskript für ein dickes Buch vor sich liegen hatte. Bis daraus tatsächlich ein Buch wurde, dauerte es noch eine ganze Weile und viele, viele Korrekturdurchläufe.

Jetzt ist Regina Albrecht stolz, dass sie ihr großes Werk in Händen hält. Es ist ab sofort erhältlich. Den verhältnismäßig hohen Preis begründet sie mit den hochwertig gedruckten Bildern im Buch.

Susanne Peyronnet

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