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Ostholstein Petersdorf: Endgültiges Aus für alte Klinik-Pläne
Lokales Ostholstein Petersdorf: Endgültiges Aus für alte Klinik-Pläne
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21:10 26.06.2018
Petersdorf a. F

Seit 15 Jahren ist der Uralt-Plan rechtskräftig. Er gehörte zu den politischen Hinterlassenschaften der Gemeinde Westfehmarn, die mit der Fusion an die Stadt Fehmarn übergegangen sind. „Doch der Bedarf für eine Kurklinik zeichnet sich nicht ab, und es mangelt an einem willigen Betreiber“, lautete die ernüchternde Einschätzung durch Mandy Cronauge vom Fachbereich Bauen und Häfen. So sähen es jedenfalls die neuen Eigentümer der überplanten Fläche. Sie drängen darauf, hier ein allgemeines Wohngebiet auszuweisen. Zuvor hatte es Gespräche mit mit dem benachbarten Therapeutikum Westfehmarn gegeben. Man stimmte überein, dass das Gebiet zwischen dem Ratsollweg und der Instenkoppel für eine Wohngebietsentwicklung infrage kommt. Cronauge: „Somit hat sich das Planungsziel erheblich verändert.“

Platz für bezahlbaren Wohnraum

Ausschuss-Vorsitzender Andreas Herkommer (SPD) frohlockte Montagabend bereits: „Das ist die erste Fläche für bezahlbaren Wohnraum.“ Andere Ausschussmitglieder stimmten zu. Heino Kühl (WUW) bohrte nach, ob auch Ferienwohnungen zulässig seien. Herkommer antwortete: „In einem allgemeinem Wohngebiet ist es möglich.“ In unmittelbarer Nachbarschaft sind viele Häuser ohnehin schon durch Therapeutikum-Patienten belegt.

Diskussion

um Straßen

Für Probleme könnte aber die Zuwegung sorgen. Planer Andreas Nagel regte an, hier sogar eine neue Ortsumgehung zu schaffen und dafür die benachbarte Parallelstraße zurückzubauen. Hinnerk Haltermann (CDU) lehnte das ab.

Der damalige Klinik-Investor hatte zugesagt, die schmale Zuwegung bei Petershof auszubauen, wenn die Klinik komme. Daran erinnerte Timo Jädke vom Bauhof. Peter Meyer (FDP) und Gunnar Mehnert (WUW) ergänzten: Sie sei „Abkürzungsstrecke“ von den Supermärkten nach Dänschendorf, ließe aber kaum Begegnungsverkehr zu. Doch diese Erschließungskosten würden den neuen Investor womöglich abschrecken, warnte Haltermann. Details soll der neue B-Plan 148 regeln.

Von Gerd-J. Schwennsen

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