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Ostholstein Pferd aus Güllesilo gerettet
Lokales Ostholstein Pferd aus Güllesilo gerettet
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14:16 31.10.2016
„Das Tier war komplett in der Gülle versunken. Nur der Kopf schaute noch heraus“, sagt Gemeindewehrführer Marc Ochsen. Quelle: Peter Mantik
Bollbrügge

„Das Tier war komplett in der Gülle versunken. Nur der Kopf schaute noch heraus“, sagt Gemeindewehrführer Marc Ochsen. Er war mit insgesamt 60 Kameraden im Einsatz.

Auch Tierarzt Dr. Werner Peyinghaus wurde hinzugerufen. „Das Tier lag ganz ruhig da unten drin, was uns etwas Zeit verschaffte“, erläutert der Veterinär rückblickend. Die Feuerwehr pumpte als Erstmaßnahme die Gülle aus dem Trog. Nun wurde Stroh hineingelegt, in der Hoffnung, das Pferd würde nun versuchen, sich selbst aufzurichten. „Aber das legte sich nur gemütlich aufs Stroh“, erzählt Peyinghaus, also musste Plan B greifen: „Ich bin dann zum Tier hinabgestiegen, habe es gestreichelt. Es blieb ganz still und ruhig.“

Im zweiten Schritt musste das Pferd mit einem Kran aus der Grube herausgehoben werden. Hierfür bauten die Kameraden mit Schläuchen eine Art Gurt. Dieser wurde dem Tier doppelt gebunden angelegt. Peyinghaus: „Das haben die sehr geschickt gemacht.“ So konnte das mit Medikamenten zusätzlich beruhigte Tier sachte wieder an die Erdoberfläche gehievt werden. Millimeterarbeit, bei der viele helfende Hände gebraucht wurden. „Solche Einsätze haben wir nicht alle Tage“, erklärte Marc Ochsen. Fazit Dr. Peyinghaus: „Eine solch skurrile Notsituation habe ich in all den Jahren als Veterinär noch nicht erlebt.“ Dem Tier geht es den Umständen entsprechend gut.

Von Peter Mantik

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