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Ostholstein Pläne für Schwimmbad werden konkret
Lokales Ostholstein Pläne für Schwimmbad werden konkret
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17:46 18.03.2019
Die Vision vom „Badedeck Heiligenhafen". So könnte ein Schwimmbad auf dem Steinwarder später einmal aussehen.
Die Vision vom „Badedeck Heiligenhafen". So könnte ein Schwimmbad auf dem Steinwarder später einmal aussehen. Quelle: Michelmann (HFR)
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Heiligenhafen

Die Vision vom „Badedeck Heiligenhafen“ auf dem Steinwarder wird klarer: Jetzt hat der Stadtentwicklungsausschuss von Heiligenhafen mit deutlicher Mehrheit einen Grundsatzbeschluss verabschiedet, um das 15-Millionen-Euro-Projekt auf den Weg zu bringen. Die Pläne sind aber abhängig von einer finanziellen Unterstützung des Landes.

„Wenn die 70 Prozent Förderung, die der Wirtschaftsminister in Aussicht gestellt hat, nicht kommen, wird es kein Schwimmbad geben“, betonte die Vorsitzende Monika Rübenkamp (SPD). Auch Günther Möhlmann von der CDU stellte klar: „Es muss finanziell darstellbar sein, sonst ziehen wir die Reißleine.“ Doch ohne den Beschluss könnten nicht alle wesentlichen Punkte intensiv abgeklärt werden.

Michael Ebken von den Grünen befürwortete zwar generell den Bau einer Schwimmhalle, „aber mir gefällt der Standort nicht. Wir sind für keine weitere Bebauung auf dem Steinwarder.“ Man müsse jetzt allerdings nicht alles „rauf- und runterdiskutieren“, sagte Helmut Gideon (FDP). Neben der Förderung brauche es auch ein angeschlossenes Hotel. Und Gerd Panitzki (CDU) verdeutlichte: „Kein anderes Projekt hat so einen Mehrwert für die Stadt.“

Präsentation des Museumshafens

Keine Vision mehr, sondern wohl schon in wenigen Monaten Realität ist der neue Museumshafen am Kommunalhafen. Ende Juni, noch vor den Hafenfesttagen, soll das Projekt abgeschlossen sein, damit die Museumsschiffe dort ihren Liegeplatz einnehmen können. Betreiber des Hafens sind die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB). Investiert wird rund eine Million Euro, das Land gewährt eine Förderung in Höhe von 50 Prozent. Im Ausschuss wurden die Pläne von Daniel Schade vom zuständigen Ingenieurbüro erläutert.

Schon bis Ende Juni soll der alte Museumshafen durch eine neue Steganlage ersetzt werden. Quelle: ON

Der neue Anleger soll von der Nordmole weiter entfernt sein als der noch existierende, alte Steg. Er werde breiter und barrierefrei sein, bekomme beidseitig Liegeplätze – insgesamt zehn – und es würden ein Informationspavillon sowie Sitzgelegenheiten mit Blick auf den Graswarder gebaut, berichtete Schade. Die Konstruktion werde wartungsärmer, aber auch deutlich stabiler mithilfe von Holz- und Stahlträgern. Beidseitig des Holzbohlenbelags soll ein Geländer verlaufen.

„Es gibt auch keine gravierende Verengung der Hafeneinfahrt“, betonte der Ingenieur. Sowohl das Wasser- und Schifffahrtsamt als auch die Lotsen hätten keine nautischen Bedenken gegen den Museumshafen geäußert. „Es soll ein Kleinod für Gäste und Einheimische werden“, sagte Monika Rübenkamp.

Markus Billhardt