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Ostholstein Politischer Ehrenkodex scheint dringend nötig
Lokales Ostholstein Politischer Ehrenkodex scheint dringend nötig
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21:24 05.02.2015

An sich war Ruhe eingekehrt im Fall „Ellergate“. Der Rathaus-Neubau an der Strandstraße 4 war nach dem Votum der Timmendorfer Gemeindevertretung vom Tisch. Die Staatsanwaltschaft Kiel will offenbar nicht wegen Korruption ermitteln. Und der CDU-Vorsitzende John Ellerbrock wird vermutlich noch in diesem Monat abgewählt.

Ein guter Moment, um die Affäre ad acta zu legen, möchte man meinen. Statt dessen verkündet die stellvertretende Bürgermeisterin Gudula Bauer (CDU) im Hauptausschuss, dass ein — mit seinem Konzept bereits abgelehnter — Investor für die Strandstraße 4 sich nicht nur erneut präsentieren möchte — sondern genau auf diesem leidigen Grundstück für die Gemeinde auch ein neues Rathaus bauen würde.

Vor teilweise fassungslosen Zuhörern wird das dann noch mit dem Wunsch nach „Transparenz“ begründet. Wenig später lobt Bauers Parteikollege Udo Halenza seine CDU ausgiebig für ihre „Aufklärungsarbeit“, obwohl die Timmendorfer CDU mit Informationen zu „Ellergate“ nur äußerst widerwillig an die Öffentlichkeit zu gehen schien und viele Fragen unbeantwortet geblieben sind.

Immerhin: Der Entwicklung einer Art „Ehrenkodex für Mandatsträger“ haben die CDU-Vertreter zugestimmt, allerdings mit dem Hinweis, dass das doch eigentlich nicht nötig sei. Doch, ist es. Und wie, zumindest in Timmendorfer Strand, wo einige Mandatsträger anscheinend der politischen Moral überhaupt keine Bedeutung zumessen und sich noch nicht einmal mehr bemühen, das zu verbergen.





Sabine Latzel über Timmendorfs „Ellergate“ und den neuen Rathaus-Standort.

LN

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