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Ostholstein Polizei kontrolliert mehr als 1200 Radfahrer in Ostholstein
Lokales Ostholstein Polizei kontrolliert mehr als 1200 Radfahrer in Ostholstein
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17:31 10.10.2019
Polizisten stoppten etliche Radfahrer in Heiligenhafen. Quelle: Arne Dedert/dpa
Heiligenhafen

Die Beamten vom Heiligenhafener Polizeirevier haben vier Monate verstärkt Radfahrer kontrolliert und ziehen nun Bilanz. Mehr als 1200 Menschen und ihre Räder wurden in Heiligenhafen, auf Fehmarn, in Großenbrode, Heringsdorf, Neukirchen, Göhl, Oldenburg, Wangels, Lensahn, Damlos, Manhagen, Beschendorf und Harmsdorf angehalten. 359 dieser Radler haben sich laut Polizeisprecherin Heike Schmidt nicht korrekt verhalten.

Davon seien 133 verbotswidrig auf dem Gehweg gefahren. Weitere 21 seien zwar auf dem Radweg unterwegs gewesen – allerdings in die falsche Richtung. Darüber hinaus spricht Heike Schmidt von 14 Radlern, die eine rote Ampel missachtet, oder mit ihrem Handy telefoniert haben sollen. Ebenfalls aufgelistet werden diverse Ausrüstungsmängel und das Fahren entgegengesetzt der Einbahnstraße. „131 Fahrradfahrer mussten für ihre Verfehlungen bezahlen. Aber auch 57 Autofahrer und/oder Fußgänger erhielten Post“, sagt die Polizeisprecherin.

Strafen für Radfahrer: So viel Euro werden fällig

Halten sich Radfahrer nicht an geltende Verkehrsregeln, kann es teuer werden. Hier ein paar Beispiele:

Verbotswidrig Nutzung des Gehwegs: zehn Euro

Radweg in falsche Richtung
benutzen: 20 Euro

Rotlicht missachten: 60 Euro und ein Punkt

Rotlicht länger als eine Sekunde missachten: 100 Euro und ein Punkt

Freihändig fahren: fünf Euro

Falsch herum durch die Einbahnstraße: 20 Euro

Musik hören und so das Gehör beeinträchtigen: zehn Euro

Ohne Licht bei Dunkelheit fahren: 20 Euro

Handy nutzen: 25 Euro

Das Verwarn- oder Bußgelderhöht sich um je fünf Euro, sollte sich durch ein Fehlverhalten eine Behinderung, Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder sogar ein Unfall ergeben.

Deshalb wurde kontrolliert

Anlass der seit Ende Mai durchgeführten Kontrollen war das Präventionskonzept des Heiligenhafener Polizeireviers für mehr Sicherheit für Fahrradfahrer und Fußgänger im Revierbereich zu sorgen (mehr dazu lesen Siehier). „Durch gezielte Kontrollen wollten die Beamten auf die Regelungen und Normen hinweisen und das Bewusstsein dafür schärfen“, sagt Heike Schmidt. Die Einhaltung der Regeln trage zur Reduzierung der Gefahren im Straßenverkehr bei. „Leider ist häufig auch das Fehlverhalten von Radfahrern unfallursächlich.“

Polizei bewertet Kontrollen als positiv

Stefan Newe vom Polizeirevier Heiligenhafen sagt im Rückblick auf die Kontrollen: „Es gab viel Zustimmung, aber auch kritische Stimmen. Die einen empfanden diesen Ansatz als überzogen, den anderen gingen die Kontrollen nicht weit genug. Es wurde viel Wert auf eine effektive Verkehrsüberwachung mit Augenmaß gelegt“, resümiert er und kündigt zugleich weitere Kontrollen an. Zudem haben die Polizeibeamten laut Schmidt den Eindruck gewonnen, dass sich das Verhalten an Verkehrswegen, an denen öfter kontrolliert wurde, positiv geändert hat.

Ostholsteins Polizeireviere auf einer Karte

Von Sebastian Rosenkötter

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