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Ostholstein Radweg: Anzeige erstattet
Lokales Ostholstein Radweg: Anzeige erstattet
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20:10 23.05.2018
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Neukirchen

Nach dem LN-Bericht hat sich SPD-Gemeindevertreter Michael Müller selbst einen Einblick verschafft. Er konnte es nicht fassen: „Ich habe selbst Teppichreste und PVC- Stücke herausgesammelt.

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Michael Müller ist vom Zustand des Weges schockiert. Quelle: Foto: Mb

Man muss die Öffentlichkeit informieren, was hier passiert ist“, betont Müller.

Dass es sich um das Recyclingprodukt Gorelith handeln soll, ist für ihn, der selbst in der Abfallwirtschaft tätig ist, nicht nachvollziehbar. Um eine Aufklärung voranzutreiben, hat Müller jetzt Strafanzeige gegen Unbekannt sowie eine Ordnungswidrigkeit-Anzeige laut Gewerbeabfallverordnung wegen Verstoßes bei der Bewirtschaftung von gewerblichen Siedlungsabfällen und von bestimmten Bau- und Abbruchabfällen erstattet.

Müller: „Man findet auf der Strecke Materialien, die vorher hätten aussortiert werden müssen. Der Kreis müsste dies hier genauer prüfen.“

Der Fachdienst Boden- und Gewässerschutz hat den Bereich auch bereits besichtigt. Das verwendete Bauschuttrecycling-Material dürfe nach Auskunft des Fachdienstes bestimmte Mengen an Fremdstoffen enthalten und sei erst einmal nicht zu beanstanden. Der Fachdienst fordere aber die Belege zum verwendeten Material von der Deutschen Bahn an, die in Abstimmung mit der Gemeinde den Weg hat aufschütten lassen.

Die Aufregung geht aber noch weiter. Wie Neukirchens Bürgermeister Bernd Bruhn ankündigt hatte, wurde eine weitere Kiesschicht aufgetragen. „Ich halte diesen viel zu weichen Asphaltrecyclingstoff für einen kombinierten Geh- und Radweg nicht geeignet, um einen sicheren Verkehr zu gewährleisten“, so Müller. Dabei verweist er auch noch auf ein Schild am Wegesrand: „Schutt abladen verboten – Gemeinde Neukirchen“.

mb