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Ostholstein Ratekau: So schön wird die neue Ortsmitte
Lokales Ostholstein Ratekau: So schön wird die neue Ortsmitte
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13:52 25.05.2019
Ratekaus Ortsmitte und das Freibad Offendorf werden schön gemacht: Karin John, Fachbereichsleiterin Bauen und Umwelt, und Bürgermeister Thomas Keller mit den Bauplänen. Quelle: Luisa Jacobsen
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Ratekau

 Die Bauarbeiten zur Umgestaltung der Ortsmitte in Ratekau sind auf der Zielgeraden. Aufgeteilt in zehn Bauabschnitte wird seit fast zwei Jahren der zentrale Bereich an der Hauptstraße/Bäderstraße generalüberholt. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf rund 2,3 Millionen Euro, wovon rund 1,2 Millionen durch Fördermittel finanziert werden. Im Herbst sollen die letzten großen Baumaßnahmen abgeschlossen sein.

Derzeit wird an dem Neubau des großen Wohn-und Geschäftshauses an der Einmündung zur Hauptstraße gebaut. „In guter Zusammenarbeit mit dem privaten Investor“, betont Bürgermeister Thomas Keller. 16 Wohnungen sind dort vorgesehen – die meisten bereits schon jetzt vermietet – sowie eine Bäckerei mit Außenterrasse, ein Eisverkäufer sowie das „Istanbul Döner-Haus“, das den Ratekauern schon aus der alten Ladenzeile bekannt ist. Außerdem ist Platz für eine barrierefreie Arztpraxis.

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Grüninsel mit Bouleplatz in Arbeit

Um das neue Gebäude herum sind die Arbeiten fast überall schon abgeschlossen oder zumindest weit gediehen. Direkt gegenüber ist ein altes Einfamilienhaus barrierefreien Stellflächen für Autos gewichen, der Wilhelm-Rehpenn-Platz wurde erweitert, bepflanzt und mit neuen Bänken versehen. Was noch kommen soll, ist eine Querungshilfe im Einmündungsbereich Hauptstraße/Rosenstraße. Am rückseitigen Bereich des Wohn- und Geschäftshauses, von wo auch das bereits eingeweihte neue Familienzentrum zu sehen ist, ist ein weiterer zentraler Aufenthaltsplatz mit Springbrunnen entstanden. Ein Spielplatz – oder besser Spieleband – mit Eichenholz-Geräten ist bereits fertig. An einer Grüninsel inklusive Bouleplatz wird noch gearbeitet. „Der Bouleplatz wurde auch schon gut nachgefragt“; sagt Thomas Keller.

Die Arbeiten zur Umgestaltung im Zentrum Ratekaus sollen im Herbst abgeschlossen sein. So sieht es aktuell aus.

Wichtig: Barrierefreiheit und umfangreiche Bepflanzung

Von dem Aufenthaltsplatz führen eine neue Treppe sowie eine barrierefreie Rampe hinunter zu den Supermärkten Aldi und Rewe, die laut Keller trotz der Lage in zweiter Reihe sehr gut angenommen werden. Barrierefreiheit ist bei der gesamten Umgestaltung ein zentrales Thema: Gehwege und Plätze sind nicht nur für Rolli-Fahrer ausgerichtet, sondern auch mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. Ebenfalls wichtig: die Bepflanzung um die neuen Gebäude und Plätze herum. An fast jeder nur denkbaren Stelle wurden insektenfreundliche und heimische Gehölze gepflanzt. Insgesamt sind Thomas Keller und Karin John, Fachbereichsleiterin Bauen und Umwelt; mit dem Verlauf der Umgestaltung sehr zufrieden. „Wir gehen davon aus, dass die Maßnahmen bis Anfang Oktober abgeschlossen sind“, sagt der Bürgermeister. „Was dann noch übrig sein kann, sind kleinere Arbeiten und Bepflanzungen.“

Im Freibad wird bis zu den Sommerferien gebaut

Das Zentrum ist nicht der einzige Ort, an dem derzeit gebaut wird. Im rund vier Kilometer entfernten Offendorf am Hemmelsdorfer See werden die Stege der Badeanstalt ausgetauscht. „Die Holzstege haben sich nicht als sehr langlebig herausgestellt“, sagt Keller. Deswegen wird jetzt mit glasfaserverstärkten Kunststoffgittern gearbeitet. Einer der Stege wird zudem barrierefrei sein. Gleichzeitig werden auch Rutsche und Sprungturm erneuert. Diese eigentlich sehr positiven Nachrichten haben nur einen Nachteil: Die Badeanstalt muss vorerst noch geschlossen bleiben. „Zu den Sommerferien soll aber alles fertig sein“, verspricht Keller.

Luisa Jacobsen

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