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Ostholstein Ratekau will gemeinsamen Bahnhof mit Timmendorf
Lokales Ostholstein Ratekau will gemeinsamen Bahnhof mit Timmendorf
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21:17 17.02.2017
Dieses ist nur ein Entwurf für die neue Bahnstation Ratekau. Diskutiert wird auch noch, ob es Rampen oder Aufzüge geben soll. GRAFIK: AGENTUR BAHNSTADT/HFR
Ratekau

Die Gemeindevertreter in Timmendorfer Strand diskutieren noch, Ratekau ist bereits einen Schritt weiter: Wenn es nach Bürgermeister Thomas Keller (parteilos) geht, halten die Züge auf der Belttrasse künftig in Ratekau und nicht in Neuhof bei Groß Timmendorf. Keller mahnt zur Eile: „Jetzt haben wir noch die große Chance der Mitgestaltung. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Timmendorfer Strand können wir etwas Attraktives auf die Beine stellen.“

In der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend verabschiedeten die Kommunalpolitiker einstimmig einen sechs Punkte umfassenden Forderungskatalog zur Schienenhinterlandanbindung der festen Fehmarnbeltquerung. Umfassend werden darin auch die Vorstellungen der Gemeinde Ratekau zum Thema Bahnhof dargelegt. Sehr vieles spreche für einen gemeinsamen Haltepunkt mit Timmendorfer Strand in Ratekau, erläuterte Keller. „Das ist ein sehr gutes interkommunales Projekt. Es bringt viele Vorteile für beide“, sagte der Verwaltungschef.

Für beide Gemeinden sei dies die kostengünstigere Lösung, da die Kosten geteilt werden und es zudem einen verminderten Aufwand für Grunderwerb, Bauleitplanung, Erschließung und Hochbau sowie im Bereich der späteren Unterhaltung gebe.

Außerdem könne bei nur einem Haltepunkt eine bessere Ausstattung erreicht werden, erklärte Keller. Dies gelte sowohl für das Gebäude als auch für das Park-&Ride- sowie für das Bike-&-Ride-System und für die Barrierefreiheit, da Aufzüge eingebaut und Rampen vermieden werden könnten. Ein weiterer Vorteil: „Durch den Wegfall einer Station verkürzt sich die Fahrzeit für die Reisenden.“

Die vorgesehene Brücke über die Schienentrasse könne entfallen, wenn im Zuge der Einrichtung des Ratekauer Bahnhofes eine Verbindung zwischen Bäderstraße und Hoheliethweg hergestellt werde.

Bei der Einrichtung eines gemeinsamen Haltepunktes in Ratekau sei aber weiterhin ein ausreichender ÖPNV, insbesondere zur Schülerbeförderung, auf den Strecken Pansdorf–Timmendorfer Strand und Pansdorf–Bad Schwartau zu gewährleisten, gibt Keller zu bedenken. Darüber hinaus sollten die Chancen für einen verbesserten ÖPNV auf den Strecken RatekauTimmendorfer Strand und RatekauNiendorf genutzt werden, fordern die Ratekauer.

Es gibt auch konkrete Vorschläge zur Finanzierung. Damit die Synergien genutzt und die Attraktivität des ÖPNV in der Lübecker Bucht gesteigert werden können, sollten die für den von der Bahn geplanten Haltepunkt Neuhof/Timmendorfer Strand vorgesehenen Bundesmittel zusätzlich zu den Landesmitteln für den gemeinsamen Bahnhof in Ratekau eingesetzt werden.

Keller appellierte an die Ratekauer Parteienvertreter, auch bei ihren jeweiligen Landes- und Bundestagsabgeordneten um Unterstützung für die Vorstellungen der Gemeinde zur Schienenhinterlandanbindung zu werben. „Wir brauchen politische Aussagen zu bestimmten Forderungen.“ Dazu gehörten dann auch der aktive Lärmschutz auf der gesamten Länge der Neubaustrecke sowie ein Tunnel statt einer Brücke für die Kreuzung im Waldgebiet „Blüchereiche“.

Warten auf die Entscheidung

Die Planungen der Bahn umfassen zwei Haltepunkte für Ratekau und Neuhof. Hatice Kara (SPD) favorisiert, ebenso wie ihr Kollege Thomas Keller, den Standort Ratekau. „Ich sehe auf die Zukunft gerichtet viel mehr Potenzial, wenn zwei Gemeinden einen gemeinsamen, repräsentativen Bahnhof haben.“ Die Bürgermeisterin hofft für Timmendorf, „dass wir in den nächsten Wochen eine einvernehmliche Lösung finden“. Der Hauptausschuss hatte sich vor einer Woche nicht entscheiden können und hält an der Zwei-Haltepunkte-Lösung fest. Am 23. Februar tagt die Gemeindevertretung.

Christina Düvell-Veen

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