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Ostholstein Jetzt auch in Eutin: Trinkwasser kostenlos auffüllen
Lokales Ostholstein Jetzt auch in Eutin: Trinkwasser kostenlos auffüllen
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17:25 28.08.2019
Tabea Schmidt, Mitarbeiterin der Bäckerei Klausberger, lässt frisches Wasser in die mitgebrachte Flasche einer Kundin laufen. Quelle: Ulrike Benthien
Eutin

Aus Neustadt ist die Idee nach Eutin geschwappt. Wie in der Hafenstadt können sich durstige Passanten jetzt auch hier ihre Trinkflaschen in mehreren Geschäften in der Innenstadt kostenlos mit Leitungswasser auffüllen lassen. „Wir haben uns schon eine ganze Weile mit dem Gedanken befasst und auch längst Kontakte geknüpft. Aber die Aktion in Neustadt war der Anstoß für uns, endlich loszulegen“, sagt Anja Jacobsen. Sie gehört zu den zwölf Mitgliedern von „plan E“, einer ehrenamtlichen Initiative für ein zukunftsfähiges Leben in Eutin.

Initiative „plan E“ ist in Eutin gut vernetzt

Hervorgegangen ist die Gruppe aus der Fairtrade Initiative. „An Fairtrade halten wir fest, aber wir wollen mehr als das. Wir haben noch viel mehr Themen und wollen uns breiter aufstellen“, sagt Barbara Braasch, die ebenso wie ihr Mann Christian Bielke, Hans-Peter Klausberger von der gleichnamigen Bäckerei und Andrea Lauströer bei „plan E“ aktiv ist. Allerdings machen sie keinen Hehl daraus, dass die Zusammenarbeit in Sachen Fairtrade zwischen ihnen als Ehrenamtlern und der Stadt etwas stockt. „Wir wollen uns auch um Mobilität, Radverkehr und bezahlbares Wohnen kümmern“, erklärt Anja Jacobsen. „Dabei hilft eine gute Vernetzung, beispielsweise mit dem Friedenskreis, der Fahrrad-Initiatitive, Fridays for Future, dem Tag der offenen Gesellschaft.“

Hans-Peter Klausberger (r.) bietet den Kunden in seinen Geschäften an, ihre Flaschen mit Gratis-Wasser aufzufüllen. Für die weltweite „Refill“-Aktion setzen sich in Eutin außerdem Andrea Lauströer, Christian Bielke, Anja Jacobsen und Barbara Braasch (v. l.) ein. Quelle: Ulrike Benthien

Blauer Sticker weist auf Wasser-Angebot hin

Nicht nur die Filiale der Stadtbäckerei Klausberger am Markt und das Stammhaus an der Albert-Mahlstedt-Straße/Ecke Elisabethstraße beteiligen sich an der „Refill“-Aktion, die das Ziel hat, dass Leitungswasser getrunken wird, private Wasserbehälter aufgefüllt werden und so Plastikmüll vermieden wird. Weitere zehn Geschäfte unterstützen sie und machen mit hellblauen Stickern an der Eingangstür oder im Schaufenster auf dieses spezielle Angebot aufmerksam.

Karte zeigt alle Nachfüllstationen im Kreis an

Initiative setzt auf viele Nachahmer

„Jeder sollte versuchen, im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas zu tun“, betont Hans-Peter Klausberger, der darauf verweist, dass jeder Mensch freien Zugang zu Wasser haben sollte. Barbara Braasch ergänzt: „Alle Geschäfte müssen sich umstellen und ihren Umweltschutzbeitrag leisten.“ Es sollten mehr als die zwölf Betriebe werden, die jetzt mittels Aufkleber ihre Bereitschaft zum Ausgeben kostenfreien Wassers zeigen. „Einige, bei denen wir gefragt haben, ob sie mitmachen wollen, haben gesagt, „das tun wir sowieso“, berichten die „plan E“-Mitglieder. „Es geht zunächst um das Signal. Natürlich ist es umso besser, je mehr Stationen es gibt“, sagt Klausberger.

Hier wird in Eutin nachgefüllt

In diesen zwölf Geschäften in Eutin können Durstige ihre Trinkflaschen kostenfrei mit frischem Wasser befüllen lassen: Beim Cox-Mittagstisch, Vossplatz 2; im Kultur Café Klausberger, Markt 16; Stadtbäckerei Klausberger, Albert-Mahlstedt-Straße 65; im Ökohaus, Albert-Mahlstedt-Straße 2; im Fahr-Rad-Laden, Lübecker Straße 42; bei Herkelmann Bikes, Am Rosengarten 7; in der Physiotherapie-Praxis Rose-Zeuner, Elisabethstraße 16-18; in der Weinhandlung „Weingeist“, Markt 9a; im Stadt-Café, Markt 12; im „Tohuus“, Markt 13; bei „Piconaja men“, Königstraße 2 und bei den Eutiner Festspielen, Alter Bauhof 11.

Den „Plastikwahnsinn“ eindämmen

Fast zwei Millionen Plastikflaschen würden pro Stunde in Deutschland verbraucht, sagt Anja Jacobsen. Mitstreiterin Katja Helmbrecht vom Ökohaus ergänzt: „Mit der „Refill“-Aktion tragen wir denkbar einfach dazu bei, dem Plastik-Wahnsinn entgegenzuwirken.“ „Gemeinsam nachhaltig leben“ sei das Credo von „plan E“, sagt Andrea Lauströer. Und Christian Bielke fügt an, dass die althergebrachte Vorstellung von „immer höher, weiter, größer“ nicht unbedingt der richtige Weg sei: „Es gibt Alternativen.“

Hier gibt es die Refill-Aufkleber

Einen Refill-Aufkleberbei Interesse, sich dem Auffüll-Angebot von Trinkwasserflaschen anzuschließen, gibt es über planE.eutin@posteo.de. Wer sich für die Deutschlandkarte mit Refill-Stationen registrieren lassen möchte, kann das über www.refill-deutschland.de tun.

Von Ulrike Benthien

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