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Ostholstein Regine Jepp ist jetzt Ehrenmitglied
Lokales Ostholstein Regine Jepp ist jetzt Ehrenmitglied
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17:16 28.05.2019
Der neue Vorstand der Bürgergemeinschaft, Bettina Schang, Christian Grantz, Jörg Fleischer, Karl August Albers und Christian Burgdorf (v. l.) will um jüngere Mitglieder werben. Quelle: Foto: Graap
Eutin

Über ein Vierteljahrhundert lang war sie das Gesicht der Bürgergemeinschaft Eutin und hat deren Arbeit wesentlich geprägt: Bei den Vorstandswahlen auf der Jahreshauptversammlung am Sonnabend trat Regine Jepp, seit 26 Jahren Sprecherin des Vereins und seit 28 Jahren Vorstandsmitglied, nicht mehr an. Für ihr unermüdliches Engagement wurde die 60-Jährige einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.

Großzügige Spenden für Denkmäler

Die 1978 gegründete Bürgergemeinschaft setzt sich mit Fragen von Stadterhaltung und Stadtgestaltung sowie der Geschichte Eutins auseinander und mahnt immer wieder den Erhalt alter Bausubstanz an. Zuletzt hat der Verein zum Beispiel die Erneuerung des Reetdaches der Mühle „Moder Grau“ mit 8000 Euro unterstützt und sich vehement gegen die Versetzung des Ehrenmals auf dem Marktplatz gestemmt – mit Erfolg. „Bei einem Verbleib an Ort und Stelle haben wir der Stadt außerdem 10 000 Euro für die Sanierung des Denkmals zugesagt“, erläuterte Regine Jepp in ihrem Jahresbericht.

Auch Auflösung ist ein Thema

Besonders arbeitsintensiv sei in den vergangenen zwölf Monaten die Organisation der Stolperstein-Verlegung für drei Eutiner NS-Opfer gewesen. Als schwierig habe sich auch die Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern herausgestellt. Der eigentlich angekündigte Umbruch muss zunächst verschoben werden, weil sich trotz unzähliger Gespräche und eindringlicher Appelle niemand so recht in die Pflicht nehmen lassen wolle, sagte Regine Jepp. „Wenn wir bis zum Jahresbeginn keine Nachfolger finden, marschiert der Verein Richtung Auflösung“, warnte sie.

Auf der Jahresversammlung konnte die Handlungsfähigkeit des 135 Mitglieder zählenden Vereins vorerst gerettet werden: Die langjährigen Vorstände Christian Burgdorf und Karl August Albers machen zunächst ein Jahr weiter, Architekt Jörg Fleischer stand ohnehin zu Wiederwahl. Neu dabei sind Bettina Schang und Christian Grantz. Professor Ingo Heberlein erklärte sich spontan bereit, bei der Nachwahl im nächsten Jahr einen Posten zu übernehmen. Weitere Mitglieder zu ehrenamtlichem Engagement zu motivieren und den Verein zu verjüngen, sind wesentliche Aufgaben, die der neue Vorstand nun angehen will.

Mehr Infos auf der Internetseite der Bürgergemeinschaft.

Volker Graap

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